French Guiana vs. Honduras: Der Kampf um das letzte Gold-Cup-Ticket

Veröffentlicht: 25. März 2015 in 2015 CONCACAF Gold Cup, CONCACAF
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Im Juli startet in den USA der CONCACAF Gold Cup. Die zwölf qualifizierten Teams kämpfen dabei um den Kontinentaltitel für Nordamerika, Mittelamerika und die Karibik. Einer der Favoriten ist dabei normalerweise auch Honduras, doch der WM-Teilnehmer von 2014 zittert noch um das Ticket. Da bei der Copa Centroamericana nur Platz Fünf erreicht wurde, müssen „Los Catrachos“ ins neu eingeführte Play-off. Gegner ist dort mit French Guiana ein absoluter Underdog.

Dabei hatten sich die Blau-Weißen gerade ganz gut etabliert. 2010 und 2014 qualifizierte man sich gleich zwei mal für die Weltmeisterschaft – das war zuletzt 1978 der Fall gewesen. In der Quali schlug man Mexiko auswärts und punktete zu Hause gegen die USA, am Ende wurde man in der Abschlussgruppe Dritter. Doch bei der WM selbst gab es drei Niederlagen gegen Frankreich (0:3), Ecuador (1:2) und die Schweiz (0:3).

Im September folgte darauf die Copa Centroamericana, die als Qualifikation für den Gold Cup diente. In Gruppe A wurde man aber überraschend nur Dritter. Der 2:0-Sieg über Belize gelang durch zwei Eigentore des Gegners, anschließend verlor man gegen den Erzrivalen El Salvador (0:1) und Guatemala (0:2). Im Spiel um Platz Fünf schlugen die Honduraner Nicaragua knapp mit 1:0 und sicherten sich so immerhin den Platz in den Play-offs.

Bisher hätte Platz Fünf sogar die direkte Teilnahme am Gold Cup bedeutet. Doch die CONCACAF entschied sich dafür, ab 2015 ein Play-off zwischen den Fünften der Copa Centroamericana und des Caribbean Cups auszutragen.

French Guiana: Underdog ohne FIFA-Mitgliedschaft

Der heißt French Guiana. Zwar liegt das Überseedépartment Frankreichs geographisch gesehen in Südamerika, gehört fußballtechnisch aber ebenso wie Surinam und Guyana zur CONCACAF. Der Grund ist hauptsächlich der große Leistungsunterschied zwischen den drei Ländern und den Rest der CONMEBOL.

An der WM-Quali darf French Guiana als Teil Frankreichs ebenso wie Martinique und Guadeloupe nicht teilnehmen, für Regionalturniere sind sie aber spielberechtigt. Auch ehemalige französische Nationalspieler können bei entsprechender Abstammung für das Land auflaufen. Dazu gehören neben Florent Malouda und Bernard Lama auch Jean-Claude Darcheville. Letzterer spielte sogar beim Caribbean Cup 2012 für sein Geburtsland.

Solch klangvolle Namen finden sich nicht mehr im aktuellen Kader. Die Spieler sind entweder bei kleineren französischen Clubs oder in der Heimat aktiv. Mit Marvin Tovic spielt einer sogar in Deutschland – wenn auch nur beim TSV 1860 Rosenheim (Bayernliga Süd). „Star“ der Mannschaft ist Gabriel Pigrée. Der Stürmer traf in der Quali zum Caribbean Cup acht Mal.

In dieser mussten die Gelb-Grünen von Beginn an ran, da man zwischen 2007 und 2011 nicht an der Qualifikation teilgenommen hatte. Die erste Runde wurde dann auch souverän mit drei Siegen und 14:0 Toren abgeschlossen. Wobei die Gegner British Virgin Islands, Turks & Caicos Islands und Aruba nicht wirklich ein Gradmesser sein konnten.

Mehr gefordert wurden dann die Guayaner gegen Curaçao (0:0), Puerto Rico (2:1) und Grenada (1:1), kamen aber sicher weiter. In der finalen Abschlussrunde setzte man sich dann um das um ein Tor bessere Torverhältnis gegenüber Saint Kitts & Nevis durch. Gegen Karibik-Schwergewicht Haiti gelang ein 2:2, es folgte ein 1:2 gegen Saint Kitts & Nevis und ein 2:0 gegen Barbados.

Beim finalen Turnier im vergangenen November  sicherte man sich in letzter Sekunde ein 1:1 gegen Kuba und verlor 2:4 gegen Trinidad & Tobago. Ein souveränes 4:1 gegen Curaçao bedeutete Platz Drei – und wieder gab das Torverhältnis gegenüber Martinique den Ausschlag.

Honduras: Erfahrung aus Europa

Sollte wirklich Honduras überwunden werden, wäre dies die erste Teilnahme beim Gold Cup überhaupt und der größte Erfolg in der jungen Geschichte des Überseedépartments. Doch bei einem Blick auf den Kader des Konkurrenten scheinen die Chancen verschwindend gering.

Zwar spielt das Groß der Akteure in der honduranischen Liga, doch „Los Catrachos“ haben auch einige Spieler mit Europa-Erfahrung in den eigenen Reihen. Dazu gehören die Abwehrspieler Maynor Figueroa (Hull City), Emilio Izaguirre (Celtic Glasgow), Brayan Beckeles (Boavista), Andy Najar (RSC Anderlecht). In den USA spielen Óscar Boniek García (Houston Dynamo), Roger Espinoza (Kansas City) und Luis Garrido (Houston Dynamo). Diese professionelle Erfahrung kann der Gegner nicht aufweisen.

Die Auslosung für den Gold Cup hat bereits stattgefunden, der Play-off Sieger trifft in Gruppe A auf die USA, Panama und Haiti. Für das Turnier sind die USA, Mexiko und Kanada immer automatisch qualifiziert. Zentralamerika vertreten Costa Rica, Guatemala, Panama und El Salvador, die Karibik Jamaika, Trinidad & Tobago, Haiti und Kuba.

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