EM-Quali Freitag: Verfolgerduelle in Sevilla und Podgorica

Veröffentlicht: 26. März 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Am Freitag startet mit den Gruppen C, E und G der fünfte Spieltag der EM-Qualifikation. In Gruppe C treffen sich Spanien und die Ukraine zum Verfolgerduell, Primus Slowakei will gegen Luxemburg einen Pflichtsieg einfahren. Auch England, Slowenien und die Schweiz stehen zu Hause vor machbaren Aufgaben. In der engen Gruppe G liegt das Augenmerk auf der Begegnung Montenegro gegen Russland, Österreich und Schweden müssen in Liechtenstein bzw. Moldawien ran.

Gruppe C: Furia Roja will den Anschluss halten

Marek Hamšík (hier im Spiel gegen Makedonien) und Peter Pekarík sind mit der Slowakei auf EM-Kurs.

Überraschenderweise führt hier nicht Europameister Spanien, sondern die Slowakei die Tabelle an. Dank vier Siegen in Serie, darunter auch ein 2:1 gegen Spanien, steht die „Repre“ an der Spitze. Gegen Luxemburg soll zu Hause der fünfte Dreier folgen. Trainer Ján Kozák kann dabei auf alle Stammspieler zurückgreifen, inklusive Napoli-Regisseur Marek Hamšík. Allerdings sind die Slowaken gewarnt, 2011 gab es in Luxemburg eine 1:2-Niederlage.

Hinter dem Primus duellieren sich Spanien und die Ukraine um den direkten Quali-Platz Zwei. Diego Costa fehlt der „Furia Roja“ verletzt, Malaga-Youngstar Juánmi soll ihn vertreten. Dabei können die Südeuropäer auf 16 Siege in Serie auf heimischen Boden in der EM-Quali bauen. Wie genau die Ukraine diese Serie brechen will? Daraus machen die Osteuropäer ein Geheimnis. Fest steht, dass in der Offensive genug Potenzial ist, um auch die zuletzt nicht immer sicheren Spanier in Verlegenheit zu bringen.

Bestenfalls Außenseiterchancen haben noch Makedonien und Weißrussland. In Skopje treffen die beiden Teams aufeinander, der Sieger darf sich wenigstens noch ein bisschen Hoffnung machen. Immerhin beträgt der Abstand auf Platz Drei sechs bzw. acht Punkte. Während bei Weißrussland aufgrund der Berufung des mittlerweile 33-jährigen Aliaksandr Hleb etwas Unruhe herrscht müssen die Hausherren mit Personalsorgen kämpfen. Ademi und Ǵurovski fehlen verletzt, bei Uroš Matić wartet man auf die Freigabe der FIFA.

Gruppe E: Torjäger Kane vor England-Debüt

Will auch für die „Three Lions“ jubeln: Tottenhams Shootingstar Harry Kane.

11:1 Tore, 12 Punkte aus vier Spielen – Englands Bilanz kann sich wahrlich sehen lassen. Auch gegen Litauen soll diese Serie nicht reisen. Gegen die Balten gab es in acht Spielen acht Siege und 24 Tore. Zwar fehlen mit Rose, Forster, Lallana und Sturridge gleich vier Akteure verletzt, dennoch ist reichlich Offensivpower im Kader vorhanden. Die soll Harry Kane noch verstärken. Der Torjäger von den Tottenham Hotspurs könnte im Wembley-Stadion sein Debüt geben. Bei Litauen fehlt Aues Novikovas verletzt, in den letzten drei Spielen gelang nicht ein Tor. Dennoch sind die Grün-Gelben mit sechs Punkten noch im Rennen um die Quali.

Die Schweiz, Litauen und Slowenien haben jeweils sechs Zähler auf dem Konto. Die Eidgenossen sind nach zwei Niederlagen gegen England und Slowenien wieder in der Spur, gegen Estland muss ein Sieg her. Hoffenheims Pirmin Schwegler trat im Vorfeld der Partie aus Enttäuschung über seine Nichtnominierung zurück, zudem fehlt Abwehrchef Senderos verletzt. Estland wird in Luzern auf Wiedergutmachung aus sein, schließlich blamierte man sich zuletzt beim 0:0 in San Marino.

Der in Italien gelegene Ministaat will auch in Slowenien überraschen. Denen kommt der „Fußballzwerg“ gerade recht. Lediglich der Ex-Kölner Milivoje Novaković traf bisher (drei Tore), dazu kommt ein Eigentor von Englands Jordan Henderson. Dortmunds Kampl soll diesmal Regie führen, in der Abwehr sind die Kölner Maroh und Brečko gesetzt. Braunschweigs Omladič könnte sein Debüt feiern.

Aytekin leitet Spitzenspiel

Im Einsatz in Podgorica: Deutschlands Elitereferee Deniz Aytekin.

Minimalistisch, aber erfolgreich: Diese Formel trifft auf Österreich zu. Alaba und Co. gewannen drei ihrer vier Spiele mit einem Tor Unterschied, darunter Heimsiege über Montenegro und Russland. In beiden Spielen gelang 1860-Stürmer Rubin Okotie das „golden Tor“, der jedoch diesmal verletzt fehlt. Dennoch sind die Alpenkicker beim Auswärtsspiel in Liechtenstein klarer Favorit. Zu unterschätzen sind diese aber nicht: Montenegro spielte in Vaduz nur 0:0, in Moldawien gewannen die Kicker aus dem Fürstentum sogar mit 1:0.

Fünf Punkte – das ist die eher magere Ausbeute von Montenegro und Russland. In Podgorica treffen die beiden Teams zum ersten Mal aufeinander, es könnte durchaus hitzig werden für den deutschen Schiedsrichter Deniz Aytekin. Bei den Hausherren klemmt es trotz der Topstürmer Vučinić und Jovetić in der Offensive, bisher gelangen gerade einmal drei Tore. Auch die „Sbornaja“ verbreitet nicht gerade Angst und Schrecken. Unter den sechs Treffern waren zwei Elfmeter und zwei Eigentore.

Schweden ist noch ungeschlagen, allerdings gelang nur gegen Liechtenstein ein maues 2:0. Dazu kamen drei Unentschieden. Moldawien ziert das Tabellenende, auf das überraschende 1:1 in Russland folgte eine 0:1-Heimpleite gegen Liechtenstein. Neben Kapitän Ibrahimović könnte im Sturm der formstarke Isaac Kiese Thelin (Bordeaux) beginnen. Innenverteidiger Antonsson muss wegen einer Leistenverletzung passen.

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