EM-Quali Samstag: Oranje will Boden gut machen

Veröffentlicht: 27. März 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Am Samstag verlagert sich das Geschehen in die EM-Quali-Gruppen A, B und H. Dabei im Fokus: Oranje auf Aufholjagd, die Rückkehr eines Routiniers und der Kampf zweier WM-Teilnehmer um das Ticket nach Frankreich.

Gruppe A

Routinier Eiður Smári Guðjohnsen, hier 2006 im Spiel gegen Trinidad & Tobago, soll Islands angeschlagener Offensive gegen Kasachstan neuen Schwung verleihen.

Den Spieltag eröffnet Island um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beim Gastspiel in Kasachstan. Der WM-Play-off-Teilnehmer startete bärenstark in die Quali, gegen die Türkei, Lettland und die Niederlande gelangen drei Siege und 8:0 Tore! Ein etwas unglückliches 1:2 gegen die Tschechische Republik in Plzeň beendete aber den starken Lauf der Lagerbäck-Truppe. In Astana muss daher ein Sieg her, soll der Abstand auf die Niederlande und die Türkei gewahrt werden. Allerdings gibt es Personalsorgen. Kapitän Aron Einar Gunnarsson und Spielmacher Gylfi Þór Sigurðsson (vier Tore) sind angeschlagen, die Stürmer Kolbeinn Sigþórsson und Alfreð Finnbogason bei ihren Clubs nicht immer erste Wahl. Daher holte Lagerbäck mit dem 36-jährigen Eiður Smári Guðjohnsen (Bolton) einen echten Veteranen aus dem Ruhestand. Kasachstan derweil kann die EM-Träume quasi schon begraben (ein Punkt), konnte aber mit dem Ex-Milan Profi Alexander Merkel ein Talent für die Nationalelf gewinnen. Der ehemalige deutsche Jugendnationalspieler soll das Mittelfeld der Zentralasiaten beleben.

Gruppenprimus Tschechische Republik hat um 18 Uhr Lettland zu Gast. Die Balten holten bisher zwei Punkte, dazu kommt ein vernichtendes Torverhältnis von 1:10. Zuletzt setzte es ein 0:6 gegen die Niederlande. Doch die Tschechen, bei denen Rechtsverteidiger Pavel Kadeřábek verletzt fehlt (bisher ein Tor, zwei Assists) und wohl durch Bremens Gebre Selassie ersetzt wird, sind gewarnt. Bei der EM 2004 kamen sie erst spät zu einem 2:1. Mit einem weiteren Erfolg könnte man schon fast für die EM planen.

Davon sind die Niederlande und die Türkei weit entfernt. Beide leisteten sich zum Auftakt Niederlagen gegen das Führungsduo, verlieren ist also verboten soll der Traum von Frankreich nicht schon früh vorbei sein. Zwar fehlen Bondscoach Guss Hiddink die verletzten Robben und van Persie, dafür steht Wolfsburgs Torjäger Bas Dost vor seinem Debüt. Fatith Terim berief dagegen erstmals den Leverkusener Hakan Çalhanoğlu nach der so genannten „Pistolen-Affäre“. Schiedsrichter der wichtigen Begegnung ist der deutsche Dr. Felix Brych.

Gruppe B

Mit ihren Nationen im Einsatz: Gareth Bale und Thibaut Courtois.

Spannend und eng ist die Gruppe B. Im Moment führen nicht die WM-Teilnehmer Belgien und Bosnien-Herzegowina, sondern Israel, Wales und Zypern das Tableau an. Die beiden führenden treffen sich in Haifa zum Spitzenspiel. Während Wales dabei vor allem auf Real-Star Gareth Bale baut halten die Israelis mit einem sehr geschlossen Team dagegen. Heraus ragt RB Leipzig Stürmer Omer Damari, der bereits fünf mal traf.

Bosnien dagegen versucht beim punktlosen Letzten Andorra seine bisher verkorkste Quali wieder in die Spur zu bringen. Auf eine Heimniederlage gegen Zypern folgten Unentschieden gegen Belgien und Wales ehe es in Israel eine herbe 0:3-Pleite setzte. Mehmed Baždarević ersetzte daher Safet Sušić auf den Trainerstuhl. Gegen Andorra soll das offensive Potenzial von Džeko, Ibišević und Pjanić endlich wieder gewinnbringend genutzt werden.

Belgien um Wolfsburgs De Bruyne ist momentan nur Vierter, das liegt allerdings auch daran, dass die „Rotem Teufel“ noch ein Nachholspiel in petto haben. Nach dem eher enttäuschenden 0:0 gegen Wales soll diesmal ein Sieg gegen Zypern her. Doch das Team von der Mittelmeerinsel hat nach dem 2:1-Auswärtserfolg in Bosnien Blut geleckt und will auch in Brüssel überraschen.

Gruppe H

Erzielte ein ganz wichtiges Tor für Norwegen beim Sieg über Bulgarien: Hoffenheims Tarik Elyounoussi

In Gruppe H führen Kroatien und Italien gemeinschaftlich die Tabelle an. Dahinter hat sich Norwegen dank eines 2:1 gegen Bulgarien etwas abgesetzt. Dementsprechend bedeutend gestaltet sich das Heimspiel der Osteuropäer gegen die „Squadra Azzurra“. Ein Sieg ist Pflicht, der Abstand auf Norwegen (und damit Rang Drei) beträgt bereits fünf Punkte. Italien muss in Sofia auf Claudio Marchisio verzichten, der Juve-Akteur verletzte sich im Training und steht ebenso wie Andrea Pirlo nicht zur Verfügung.

Kroatien wird gegen Norwegen versuchen, die Tabellenführung zu verteidigen und einen großen Schritt Richtung direkte Qualifikation zu machen. Dabei gibt es Bundesligabeteiligung satt auf dem Rasen: Olić, Rebić und Perišić bei den Hausherren sowie Nordtveit, Hovland, Hedenstad, Elyounoussi, Skjelbred, Dæhli, Abdellaoue und Nielsen bei den Gästen verdienen ihr Geld in der ersten oder zweiten Liga. Kroatien hat in der EM-Quali noch nie ein Heimspiel verloren. Bleibt es dabei können die „Feurigen“ sich schon mal nach Hotels in Frankreich umsehen.

Den Abschluss bilden die abgeschlagenen Teams aus Aserbaidschan und Malta. Währen die ehemalige Sowejtrepublik mit dem neuen Nationaltrainer Robert Prosinečki den ersten Sieg in der Quali anstrebt möchte Malta sein gute Bilanz ausbauen. In bisher vier Aufeinandertreffen gelangen drei Siege. Kapitän und Stürmerstar Michael Mifsud fehlt verletzt, wäre aber ohnehin rotgesperrt. Ihn ersetzten wird wohl der gebürtige Nigerianer Alfred Effiong.

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