EM-Quali Sonntag: Letzte Chance für Serbien und Spitzenspiele der Überraschungsteams

Veröffentlicht: 29. März 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Am Sonntag schließen die Gruppen D, F und I den fünften Spieltag der EM-Qualifikation ab. Während Serbien in Portugal wohl vor der letzten Chance steht, den Traum vom Turnier in Frankreich am Leben zu halten versucht Weltmeister Deutschland in Georgien wieder in die Spur finden. In der engen Gruppe F trifft Ungarn auf Griechenland, Nordirland will gegen Finnland Platz Zwei verteidigen. Ebenfalls spannend: das Duell zwischen Irland und Polen in Dublin.

Gruppe D: Ein Weltmeister auf Formsuche

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Wollen auch in Dublin weiterjubeln: Polens Arkadiusz Milik und Kamil Grosicki

Den Glanz der Weltmeisterschaft sucht die DFB-Elf in der Qualifikation bisher vergebens. In Polen gab es eine 0:2-Niederlage, zudem leistete man sich ein spätes 1:1 gegen Irland. Auch bei den Siegen über Schottland (2:1) und Gibraltar (4:0) überzeugte man nicht und liegt aktuell punktgleich mit Schottland und Irland auf Rang Zwei. Beim Gastspiel in Georgien soll die magere Bilanz ausgebaut werden. Badstuber und Bellarabi werden fehlen, ansonsten sind zahlreiche Weltmeister mit an Bord. Auch die Gastgeber zeigten bisher wenig, zuletzt setzte es ein 0:4 gegen Polen, Trainer Temuri Ketsbaia trat zurück, sein Nachfolger ist Kakhaber Tskhadadze. Vor Heimpublikum sind die Georgier allerdings nicht zu unterschätzen. In der vergangenen WM-Quali gab es ein 0:0 gegen Frankreich und ein knappes 0:1 gegen Spanien.

Knapp dürfte es beim Aufeinandertreffen zwischen Schottland und Gibraltar wohl nicht werden. Der UEFA-Neuling, bei dem David Wilson den geschassten Allen Bulla auf der Trainerbank ersetzt, kassierte in vier Spielen satte 21 Gegentore. Die „Bravehearts“ hingegen sind seit drei Spielen ungeschlagen, punkteten in Polen und bezwangen zuletzt Irland. Ein möglichst hoher Pflichtsieg soll die gute Ausgangsposition weiter verstärken.

Die Iren wollen gegen Gruppenleader Polen die Punkte im Aviva-Stadium behalten. Die Truppe von der grünen Insel rangiert im Tableau an vierter Stelle, da der direkte Vergleich gegen Schottland verloren wurde. Zu Hause sollte daher ein Sieg her, soll sich die Konkurrenz nicht absetzen. Polens Trainer Adam Nawałka verzichtete auf den wiedergenesenen Jakub Błaszczykowski und muss den verletzten Piszczek ersetzten, Topstürmer Lewandowski steht aber bereit. Abgesehen von einem Viererpack gegen Gibraltar traf der Bayern-Stürmer aber noch nicht in der Quali.

Gruppe F: Führungstrio will zu Hause in der Spur bleiben

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Mit guten Chancen auf die erste EM-Teilnahme: Nordirland um Stürmer Kyle Lafferty

Nordirland überraschte in den ersten drei Spielen und gewann in Ungarn und Griechenland. Gegen Finnland will das Team von der Grünen Insel nun weiter an der ersten Teilnahme bei einer EM arbeiten. Die Akteure verdienen ihr Geld fast alle in Schottland oder England, dennoch zeigten vor allem Stürmer Lafferty (drei Tore) und Mittelfeldmann McGinn auch technisch starke Leistungen. Finnland ist mit vier Punkten zwar noch in Schlagdistanz zu den Quali-Rängen, alles andere als ein Sieg wäre für Suomi aber zu wenig. Geburtstagkind Teemu Pukki (ehemals Schalke) soll die Tore zum dringend benötigten Erfolg erzielen.

Drei Siege, ein Remis und 6:1 Tore – Rumäniens Bilanz liest sich mehr als ordentlich. Doch dem Tabellenführer sind Nordirland und Ungarn eng auf den Fersen. Maxim und Co. stehen gegen die Färöer vor einer Pflichtaufgabe, doch dass die nicht zu unterschätzen sind sollte inzwischen bekannt sein. In Griechenland gelang ein sensationelles 1:0, auch Finnland und Ungarn taten sich sehr schwer. Kapitän Fróði Benjaminsen wird den Färingern arbeitsbedingt fehlen.

Ungarn gab sich zuletzt bescheiden, doch die beiden 1:0-Siege gegen die Färöer und Finnland haben die Magyaren auf Rang Drei gebracht. Diesen will man in Budapest gegen Griechenland verteidigen. Die Hellenen spielen bisher eine miserable Qualifikation, verbuchen erst einen Zähler und blamierten sich im November beim 0:1 gegen die Färöer nach Strich und Faden. Bei sechs Punkten Abstand auf den Play-off-Rang wäre alles andere als ein Sieg zu wenig.

Gruppe I: Letzte Ausfahrt für Serbien und Armenien

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Wohin geht der Weg für Serbien und Danko Lazović?

Über Albaniens Qualifikation schwebt dunkel das Skandalspiel in Serbien, das die bisherigen Ergebnisse stark beeinträchtigt. Immerhin gewannen Rot-Schwarzen in Portugal und mussten erst spät das 1:1 gegen Dänemark und Frankreich hinnehmen. Dennoch ist man mit vier Punkten Dritter. Angesichts der starken Konkurrenz muss jedoch ein Sieg gegen Armenien her, womit ein möglicher Konkurrent wohl ausgeschaltete wäre. Denn Armenien kann bisher erst einen Zähler aufweisen, nur drei Punkte beim nominell schwächsten Gruppengegner würden die Träume von Mkhitaryan und Co. am Leben erhalten.

Stichwort Träume: Die hatte auch Serbien. Mit dem neuen Trainer Dick Advocaat sollte alles besser werden, die Mannschaft mit so großen Namen wie Ivanović, Kolarov und Matić sollte sich endlich wieder für ein Turnier qualifizieren. Stattdessen gab ein glückliches Unentschieden in Armenien, das erwähnte Skandalspiel gegen Albanien und eine schmerzhafte 1:3-Klatsche vor eigenem Publikum gegen Dänemark. Ausgerechnet in Portugal soll mit dem neuen Coach Radovan Ćurčić das Blatt gewendet werden. Die Hausherren glänzen bisher zwar nicht, mit einem Sieg wäre die Tabellenführung aber sicher. Viel wird wie immer an Kapitän Cristiano Ronaldo liegen, der beide Tore bei den Erfolgen über Dänemark und Armenien erzielte.

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