Alles offen vor den Rückspielen der CONCACAF-Zone

Veröffentlicht: 13. Juni 2015 in CONCACAF, FIFA World Cup Qualifiers 2018
Schlagwörter:,

In den Hinspielen der zweiten Runde der CONCACAF WM-Qualifikation mussten sich drei der vier Gold Cup-Teilnehmer mit Remis begnügen. Lediglich Kanada siegte gegen Dominica glanzlos. St. Lucia überraschte gegen Antigua & Barbuda, Bermuda errang in Guatemala ein torloses Unentschieden. Insgesamt ist vor den Rückspielen keine Paarung bereits sicher entschieden.

Nicaragua – Suriname 1:0

Nicaragua, bereits in der ersten Runde gegen Anguilla im Einsatz (4:0, 3:0), geht mit einen verdienten Vorsprung in das Rückspiel gegen Suriname. Quasi mit dem Halbzeitpfiff traf Carlos Chavarria nach einer abgefälschten Flanke von Barrera per Volleyschuss (45.). Die Hausherren hatten über die gesamten 90 Minuten klar mehr vom Spiel, einen höheren Sieg verhinderte aber auch Gästetorwart Huiswoud, der stark gegen den Torschützen und später gegen Lazo rettete.

St. Vincent & Grenadines – Guyana 2:2

„Vincy Heat“ startete etwas besser ins Spiel und hätte durch Stewart nach 24 Minuten in Führung gehen müssen, doch er scheiterte aus spitzen Winkel, nachdem er zuvor Torwart Clarke schon umrundet hatte. Quasi sofort bestrafte Brandon Bresford diesen Lapsus durch das 0:1 (26.), im Gegenzug traf Samuel für die SVG den Pfosten. Bis zur Pause blieb das Spiel abwechslungsreich, sowohl Stewart für die Gastgeber als auch Holder auf der anderen Seite verbuchten Chancen. Versäumtes holte Cornelius Stewart dann in der 49. Minute nach und markierte den 1:1-Ausgleich. Eine Viertelstunde vor Ende jubelte erneut Guyana, Joker Shakes hatte auf Vorarbeit von Bresford eingenetzt. Doch die SVG schlug nochmal zurück, Tevin Slater nutzte ein Zuspiel von Samuel zum erneuten Ausgleich (83.).

Antigua & Barbuda – St. Lucia 1:3

Einen Schock gab es für Antigua, dass in der abgelaufenen WM-Quali noch in die dritte Runde vorgedrungen war. Zuerst lief alles nach Plan für die Hausherren, Harriette vollendete nach einer Kombination über John und Thomas zum 1:0 (21.). Doch nur fünf Minuten später setzte Tremain Paul einen Fernschuss in die Maschen (26.). Da Thomas und Starstürmer Byers gute Chancen liegen ließen war das 1:1 der Halbzeitstand. Die erste Chance des zweiten Abschnitts gehörte St. Lucia in Person von Henry und es waren auch die Blau-Gelben, die in Front gingen. Wieder war es ein Distanzschuss, diesmal von Eden Charles (61.). Die „Benna Boys“ warfen nun alles nach vorne, doch St. Lucia beschränkte sich nicht nur auf das Verteidigen und belohnte sich in der Nachspielzeit für diesen Mut: St. Prix fand Greenidge, der per Kopf auf 3:1 stellte (90.+1). Vor dem ebenfalls in Antigua stattfindenden Rückspiel haben Paul und Co. damit eine exzellente Ausgangsposition.

Aruba – Barbados 0:2

Barbados war von Anfang an spielbestimmend, hatte folgerichtig Chancen und nutzte diese zu Toren von Harte (18.) und Kapitän Boyce (28.). Doch danach ließ „Bayan Trident“ etwas nach, Oehlers und Danso schnupperten am Anschluss. Der Druck steigerte sich nach der Pause, insbesondere nachdem Barbados durch eine Rote Karte gegen Brown (68.) zu zehnt weitermachen musste. Trotz einiger Chancen wollte Aruba kein Treffer gelingen, sodass im Rückspiel eine große Aufgabe auf die ehemalige niederländische Kolonie wartet.

Curaçao – Kuba 0:0

Caribbean Cup-Dritter Kuba kam auf Curaçao nicht über ein 0:0 hinaus. Bereits nach nur drei Minuten ließ Hernández eine ausgezeichnete Chance ungenutzt ehe die Kluivert-Truppe besser dagegen hielt. Bis zur ersten gefährlichen Szene mussten die Heimfans aber etwas über eine Stunde warten. Ein Volleyversuch von Merencia flog über das Gästetor (65.). Die leichten Vorteile konnten die Gastgeber nicht in Zählbares ummünzen, stattdessen musste Maria kurz vor Ende nach einem Kung-Fu-Einsteigen gegen Diz vom Feld (87.).

Dominikanische Republik – Belize 1:2

Belize hatte sich in der ersten Runde knapp gegen die Cayman Islands durchgesetzt (0:0, 1:1). Topstürmer Deon McCaulay hatte damals wegen Differenzen mit Trainer Jorge Nunez gefehlt. Nach zwölf Minuten gab es Elfmeter, nachdem Mojica Jimenez zu Fall gebracht hatte. Torwart Paez parierte zwar den Versuch von McCaulay, doch dieser traf im Nachschuss (13.). Bis zur Pause tat sich dann wenig, die Hausherren waren bemüht, aber ungefährlich. Das änderte sich nach dem Seitentausch: Der eingewechselte Lombardi hatte Torwart Orio schon bezwungen, doch Lennen rettete auf der Linie (47.). Auf der Gegenseite ließ Kuylen das 0:2 liegen (54.). In der 71. Minute durfte Lombardi dann jubeln, nach Flores‘ Freistoß bezwang er Orio per Kopf. Die Dominikanische Republik drängte jetzt auf den Sieg, doch das bessere Ende hatten die Mittelamerikaner. Cesar Garcia verlor den Ball an McCaulay, der sich die Chance nicht nehmen ließ und das 1:2 erzielte (88.). Somit dürfen sich die „Jaguare“ berechtigte Hoffnungen auf die dritte Runde machen.

Dominica – Kanada 0:2

Gegen die stark überlegenen Kanadier zeigte Dominica eine gute Leistung, lediglich offensiv konnte man kaum Durchschlagskraft entwickeln. Bereits nach fünf Minuten ging der Favorit in Front: Rickett steckte durch für Larin, der im direkten Duell gegen Torwart Prince sicher verwandelte. Ansonsten standen die Gastgeber sicher und bemühten sich mit Beginn der zweiten Halbzeit verstärkt um Offensivaktionen, wenn auch ohne Erfolg. Stattdessen startete Larin auf der linken Außenbahn ein Solo, das von Verteidiger Hubert Prince im Sechzehner mit einer schlecht getimten Grätsche gestoppt wurde. Teibert verwandelte den folgenden Elfmeter ohne Probleme (63.). In der Folge traf eine missglückte Flanke von Teibert den Pfosten, de Guzmán und Tissot wurden von guten Paraden von Prince gestoppt. Ein kurze Unaufmerksamkeit von de Guzmán zwang dann Torwart Borjan zu einem Handspiel außerhalb des Strafraums, das berechtigterweise mit Rot geahndet wurde (79.). Der Sieg geriet allerdings nicht mehr in Gefahr.

St. Kitts & Nevis – El Salvador 2:2

Vierzig Minuten lang hielten die „Sugar Boyz“ den Gegner beschäftigt und kreierten sogar die eine oder andere kleine Gelegenheit. Doch dann unterlief dem in der Innenverteidigung aushelfenden Veteranen Atiba Harris ein fataler Fehler. Am eigenen Fünfmeterraum stolperte über den Ball, Herrera war zur Stelle und rollte diesen per Absatz ins Tor (41.). Gegen abgeklärte Mittelamerikaner tat sich St. Kitts & Nevis dann lange schwer ehe Mitchum eine schlecht geklärten Ball aus 20 Metern Volley in die Maschen hämmerte (68.). Nur drei Minuten später ließ Sawyers am Ende eines herrlichen Spielzuges über Elliott einen Gegenspieler ins Leere rutschen und vollendete ins kurze Eck (71.). Die Karibianer schnupperten an der dicken Überraschung, verloren aber kurz vor Schluss Bonilla aus den Augen, der nach einen Freistoß zum 2:2 ausglich (86.). Dennoch können die Hausherren stolz auf ihre Leistung sein, die Chancen auf das Weiterkommen sind mit Blick auf das Rückspiel durchaus vorhanden.

Puerto Rico – Grenada 1:0

Die tonangebenden Hausherren hatten bereits nach 37 Sekunden die dicke Chance zur Führung, doch Arrieta scheiterte nach einer Ecke von Rivera. Besser machte es Bozkurt in Minute 16. Wieder konnten die Gäste eine Ecke nur unzureichend klären, dann wurde Bozkurts Schuss von Langaigne unhaltbar für Torwart Belfon abgefälscht. Quasi mit dem Pausenpfiff rettete Belfon durch eine starke Parade gegen Cabreros Fernschuss den knappen Rückstand in die Pause. Puerto Rico blieb tonangebend, doch weder Bozkurt, noch Hector Ramos nutzten ihre Gelegenheiten. Auch Grenada durfte nun sich mal versuchen, Torwart Sanchez entschärfte jedoch einen Freistoß von Julien. Es war ein Wachmacher für die „Spice Boyz“, die prompt durch Julien, Rennie und Smith am Ausgleich schnupperten und in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Rennie die wohl größte Möglichkeit auf das so wichtige Auswärtstor ungenutzt ließen.

Guatemala – Bermuda 0:0

Im schweren Auswärtsspiel in Guatemala musste Bermuda auf Stürmerstar Nahki Wells verzichten (Knöchelverletzung). Bereits nach sechs Minuten bot sich Altstar Carlos Ruiz eine dicke Gelegenheiten, doch der Stürmer verfehlte sein Ziel knapp. Bis zur Pause ließen die starken Gäste dann nichts mehr zu. Im zweiten Abschnitt nahm der Druck von Minute zu Minute zu. Cincotta und Pappa verpassten knapp ehe letzterer Bermuda-Schlussmann Hall mit einem Schuss von der Mittellinie überraschte. Die Latte verhinderte jedoch ein Gegentor. Fünf Minuten vor dem Ende fiel dann das Flutlicht aus, nach 19 Minuten Unterbrechung rettete Bermuda das torlose Remis über die Zeit.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s