EM-Quali Sonntag: Pflichtaufgaben und eine Feuertaufe für Österreich

Veröffentlicht: 14. Juni 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Während am Sonntag, die Ukraine, die Schweiz, die Slowakei und Spanien vor Pflichtsiegen stehen wartet auf den Tabellenführer der Gruppe G, Österreich, in Moskau eine echte Feuertaufe. Slowenien empfängt England, Litauen die Schweiz. Außerdem kämpft Montenegro nach dem Skandalspiel im März um den Anschluss an das Tableau. Ein Sieg in Schweden wäre deswegen Pflicht.

Gruppe C: Drei Arbeitssiege für das Führungstrio?

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Geht die Jubelarie weiter? Die Slowakei verbuchte bisher fünf Siege

Am ehesten bangen um das EM-Ticket muss wohl die Ukraine auf Platz 3, auch wenn der Abstand zu „Verfolger“ Weißrussland fünf Punkte beträgt. Zu Hause gegen Luxemburg muss auf jeden Fall gewonnen werden, auch Trainer Fomenko weiß das und will daher vor der Sommerpause noch mal eine konzentrierte Leistung sehen. Im Hinspiel siegte man mit 3:0. Gästetrainer Luc Holtz feiert am Sonntag seinen Geburtstag, ob seine Mannen ihm ein Geschenk machen können darf aber bezweifelt werden.

Titelverteidiger Spanien reist nach Weißrussland und will dort nichts anbrennen lassen. Bereits in der WM-Qualifikation 2014 gab es diesen Vergleich, „La Roja“ siegte mit 4:0. Zwar dürfen die Osteuropäer noch leise auf Platz Drei hoffen, alles andere als ein Heimsieg und ein Ausrutscher der Ukraine würde aber wohl das Ende dieser Pläne bedeuten. Veteran Aliaksandr Hleb soll dabei helfen, schließlich war er maßgeblich am Sieg gegen Makedonien zuletzt (2:1) beteiligt. Die Generalprobe in Russland ging mit 2:4 verloren, die zwischenzeitliche 2:1-Führung darf aber durchaus als Zeichen gesehen werden, dass die Punkte für Spanien noch nicht vor Anpfiff eingetütet sind.

Fünf Spiele, fünf Siege, 11:2 Tore. Die Slowakei ist die Überraschung der Gruppe C. Gewinnt man die drei Heimspiele gegen Weißrussland, Luxemburg und am Sonntag gegen Makedonien ist das Ticket auf jeden Fall sicher. Vor Anpfiff in Žilina ist aber jeden klar, dass diese Spiele erst einmal gewonnen werden müssen. Im Hinspiel sicherten Kucka und Nemec einen hart erfochtenen Sieg. Die Bilanz gegen die Gäste ist ausgezeichnet, deren neuer Coach Ljubinko Drulović hofft dennoch auf die Überraschung. Mehr als ein Achtungserfolg ist mit Blick auf die Tabelle nicht mehr drin.

Gruppe E: Schnappt sich die Schweiz Platz 2?

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Enges Duell: Slowenien und England (hier Kirm und Oxlade-Chamberlain) treffen in Ljubljana aufeinander

Estland durchlebt eine wenig freudige Qualifikation. Nur zum Auftakt gegen Slowenien gewann man, Arts Purje gelang hierbei der einzige Treffer in fünf Spielen! Selbst gegen den krassen Underdog San Marino gelang kein Erfolgsergebnis, in Serravalle gab es ein blamables 0:0. Zumindest dies möchten die Balten im Rückspiel korrigieren und die sehr maue Bilanz etwas aufhübschen. Die Gäste, als einziges Team bisher ohne eigenen Torerfolg, werden wohl genau dies verhindern wollen. Für das Tableau hat der Ausgang der Partie aber wohl eher Fußnotencharakter.

Mehr als eine Fußnote soll das Duell zwischen Slowenien und England werden. Die Hausherren wollen in Ljubljana nach der Schweiz (1:0) auch die „Three Lions“ besiegen und sich so von den punktgleichen Eidgenossen absetzen. Für England hingegen würde ein Sieg im direkten Duell den Vorsprung auf neun Zähler wachsen lassen. Angesichts von Spielen gegen Litauen, Estland und San Marino wohl bereits das sichere Ticket nach Frankreich. Dementsprechend umkämpft dürfte die Partie sein, mit Danny Welbeck fehlt den Männern von der Insel ihr treffsicherster Stürmer. Doch Trainer Roy Hodgson kann mehr als nur einen würdigen Vertreter aufstellen.

Sollte Litauen noch den Play-off-Platz erreichen wollen ist ein Sieg zu Hause gegen die Schweiz Pflicht. Die Eidgenossen könnten stattdessen das Polster auf Rang Vier zu sechs Punkten verdoppeln und mit Blick auf das Spiel zwischen Slowenien und England Boden gut machen. Das Hinspiel war für Shaqiri und Co. eine klare Angelegenheit (4:0). Die Hausherren warten nach zwei Siegen zu Beginn seit drei Spielen auf einen Punktgewinn oder einen Torerfolg.

Gruppe G: Österreich in Russland gefordert, Must-win für Montenegro

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Aufgalopp vor dem Showdown: Österreichs Nationalteam in Moskau

Liechtenstein gelang in Moldawien ein seltener Qualisieg dank einem Freistoß von Burgmeier. Das Rematch in Vaduz ist wohl nichts mehr als eine Randnotiz – auch wenn unter bestimmten Umständen die Kicker aus dem Fürstentum bis auf einen Punkt an den Play-off-Rang rücken könnten!

Das Spitzenspiel des Tages steigt in Moskau: Russland (Dritter, acht Punkte) empfängt Österreich (Erster, 13 Punkte). Der Druck liegt klar bei den Hausherren, die durch den Sieg am grünen Tisch gegen Montenegro drei wichtige Zähler sammelten. Alaba und Co. zeigten sich bisher souverän, im Hinspiel genügte ein 1:0. Torschütze Okotie ist zwar dabei, sucht aber nach einer Verletzung seine Form. David Alaba fehlt der Truppe von Marcel Koller ebenfalls, der aber dennoch eine schlagkräftige Truppe beisammen hat. Gelingt ein Sieg in Moskau ist die Qualifikation zum Greifen nahe.

Eine Qualifikation ohne Niederlage liegt bisher hinter Schweden, stellenweise waren die Auftritte der Skandinavier aber nicht wirklich überzeugend. Auch Montenegro machte größtenteils durch Negativschlagzeilen wegen des Spielabbruchs gegen Russland. Die Männer von Balkan müssen daher gewinnen, soll Platz Drei nicht völlig außer Reichweite gelangen. Stürmer Jovetić, Torschütze im Hinspiel (1:1), fehlt sicher. Seit vier Auswärtspflichtspielen wartet man auf einen Sieg, in der Quali durfte nur zum Auftakt in Moldawien (1:0) gejubelt werden. Schweden darf sich durch einen Sieg nicht nur die Distanzierung eines Konkurrenten erhoffen, sondern auch darauf setzten, dass sich Russland und Österreich die Punkte wegnehmen.

 

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