EM-Quali Samstag: Herbe Rückschläge für Serbien, Irland und Griechenland

Veröffentlicht: 15. Juni 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Der Samstag hielt für einige Teams schwere Rückschläge parat. In Gruppe D kam Irland gegen Schottland nicht über ein 1:1 hinaus, Deutschland erledigte ebenso wie Polen seine Pflichtaufgabe. Rumänien und Nordirland bleiben das Spitzenduo der Gruppe F nach dem torlosen direkten Vergleich, Ungarn sicherte sich dank Zoltán Stieber drei wichtige Punkte in Finnland. Griechenland blamierte sich zum zweiten Mal gegen die Färöer. In Gruppe I sind Armenien und Serbien nach ihren Niederlage gegen Portugal und Dänemark so gut wie ohne Chance auf die Qualifikation.

Gruppe D: Maloney ärgert Irland erneut

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Robert Lewandowski musste gegen Georgien lange auf einen Treffer warten, schlug dann aber gleich drei Mal zu

Das am Ende recht souverän aussehende 4:0 der Polen über Georgien war alles andere als eine klare Angelegenheit für die Gastgeber. In der ersten Halbzeit berannten die Osteuropäer das Tor von Loria, kamen aber nicht am exzellent aufgelegten Schlussmann vorbei. Grosicki, Lewandowski, Peszko und Milik ließen ausgezeichnete Chancen liegen, einmal musste Amisulashvili auf der Linie klären. Nach der Pause taten sich die Rot-Weißen schwer, erneut Grosicki verpasste per Kopf die Führung. Die besorgte nach etwas mehr als einer Stunde Milik. Nach einer kurz ausgeführten Ecke erhielt der Stürmer den Ball von Mączyński zurück und schlenzte das Spielgerät herrlich in den linken Winkel (62.). Georgien musste nun sein Defensivkonzept aufgeben und hätte acht Minuten vor dem Ende fast ausgeglichen, doch die Querlatte stand Navalovski im Weg. So war die Bühne frei für den Auftritt von Robert Lewandowski. Zwischen den Minuten 89 und 93 traf der Bayern-Stürmer drei Mal. Zuerst bezwang er Loria mit einem wuchtigen Versuch, nachdem Milik ihn geschickt hatte, dann köpfte er eine Flanke von Comebacker Błaszczykowski in die Maschen ehe er – erneut von Milik bedient – einen lupenreinen Hattrick schnürte. Somit reißen die Polen im September als Tabellenführer zum Duell mit Weltmeister Deutschland.

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In Mitten schottischer Proteste dreht Jon Walters jubelnd ab. Sein 1:0 sollte nicht für einen Sieg reichen.

Ohne die kurzfristigen Ausfälle Keane und McGeady dominierte Irland gegen Schottland über weite Strecken der ersten Halbzeit das Geschehen, kam in einer zweikampfbetonten Partie aber kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Lediglich Murphy und Whelan testeten Keeper Marshall. Anders Schottland für die Naismith und Fletcher das irische Tor in Gefahr brachten. So musste ein Standard für die Führung der Boys in Green herhalten. Murphy scheiterte nach einer Ecke erneut an Marshall, der im Abseits stehende Walters staubte ab (38.). Gästetrainer Gordon Strachan brachte Anya zur Pause in die Partie und dieser Wechsel zahlte sich sofort aus. Nach Doppelpass mit dem Joker zog Maloney ab, sein Schuss wäre aber wohl vorbei gegangen. Doch der Rücken von O’Shea fälschte den Ball entscheidend ab – 1:1 (46.). Bereits im Hinspiel hatte Maloney den Siegtreffer erzielt. Die Iren suchten nach einer Antwort, Keane und Murphy kamen aber nicht an Marshall vorbei, ebenso wenig wie Anya an Given auf der Gegenseite. So blieb es beim Remis, das den Bravehearts deutlich mehr nützt.

Weltmeister Deutschland siegte in Gibraltar letztendlich standesgemäß, insbesondere in der ersten Hälfte war die Leistung allerdings alles andere als gut. Der Underdog hatte durch Walker, Priestley, Payas, Lee Casciaro und vor allem Gosling teilweise exzellente Chancen, brachte den Ball aber nicht im von Weidenfeller gehüteten Tor unter. Dessen Gegenüber Jordan Perez durfte sich in der zehnten Minute auszeichnen als er einen von Gosling an Hector verursachten Schweinsteiger-Elfmeter parierte. Erst in der 28. Minute gelang Schürrle das 1:0. Mit der Einwechslung Kruses nach der Pause kam das deutsche Spiel in Fahrt, der Joker selbst (47., 81.), Schürrle (65., 71.), Gündoğan (51.) und Bellarabi (57.) schraubten das Ergebnis hoch. Gibraltar hatte dennoch eigene Gelegenheiten, doch weder Garcia, Lee Casciaro, Walker oder Kyle Casciaro sollte ein Torerfolg gegen den Weltmeister vergönnt sein.

Gruppe F: Stiebers Hammer zementiert Platz Drei für Ungarn

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Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende sicherte sich Ungarn dank Zoltán Stieber (links) drei Punkte in Helsinki

Ungarn hatte in Finnland ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, denn die Hausherren verbarrikadierten sich zumeist in der eigenen Hälfte. Dennoch boten sich Chancen, doch Gera, Stieber und Kapitän Dzsudzsák brachten binnen kürzester Zeit den Ball nicht über die Linie. Erst nach der Pause entwickelten die Finnen Eigeninitiative und hielten den Gast vom eigenen Tor weg. Mehr als ein Eremenko-Schuss, der Beute von Király wurde, sprang aber nicht heraus. Németh und Szalai ließen dann wieder zwei dicke Gelegenheiten liegen, acht Minuten vor dem Ende war der Bann dann gebrochen. Einen Freistoß konnte die blau-weiße Defensive nicht klären, Stieber nahm den Ball im Strafraum volley und drosch ihn unter die Latte (82.). Das sehenswerte Tor war am Ende die drei Punkte wert, die für Ungarn Platz Drei so gut wie sichern.

Im Spitzenspiel Nordirland gegen Rumänien stand am Ende auf beiden Seiten die Null. Zuerst war die Tricolor aktiver, Keșerü, Chipciu und Torje sorgten für Unruhe. Nach einer halben Stunde waren die Hausherren in der Partie angekommen und verbuchten ihrerseits Abschlüsse von Lafferty, Evans und Dallas. Rumänien setzte verstärkt auf Konter, insbesondere Torje blieb eine ständige Gefahr. In den Schlussminuten drängten die Nordiren dann nochmal mit aller Macht, doch Tătăruşanu hielt mit Paraden gegen Lafferty, Brunt und Norwood den Auswärtspunkt für seine Farben fest, die damit Platz Eins verteidigen.

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Wie schon im Hinspiel durften am Ende auch wieder die Färöer jubeln

Griechenland hatte sich im Hinspiel gegen die Färöer beim 0:1 gründlich blamiert. In Torshavn wollten Mitroglou und Co. Wiedergutmachung leisten, hatten aber zunächst gegen mitmachende Hausherren alle Hände voll zu tun, die durch Edmundsson und Hansson gefährliche Schüsse abfeuerten. Fetfatzidis und Mitroglou testen auf der Gegenseite Nielsen ehe der Olympiakos-Stürmer Aluminium traf. Quasi im Gegenzug eilte Vatnhamar auf rechts davon, seine perfekte Hereingabe verwandelte Hansson mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck (32.). Mit Ninis für Christodoulopoulos wollte Trainer Markarián seine Mannschaft offensiver aufstellen, prompt verbuchten Karelis, Mitroglou und Kone Gelegenheiten. Zudem fand ein Treffer von Torosidis berechtigterweise keine Anerkennung. In der 70. Minute kopierten die Färinger dann ihren Angriff zum 1:0, wieder fand Vatnhamar über rechts den Weg vors Tor, diesmal stand Olsen bereit und netzte überlegt ein. Der glücklose Mitroglou verpasste den sofortigen Anschluss, Karnezis musste gegen Olsen und Nattestad gar Schlimmeres verhindern. Dortmunds Papastathopoulos verkürzte nach einer Ninis-Ecke zwar nochmal (84.), doch der Sieg der Kicker von den Schafsinseln geriet nicht mehr im Gefahr. Während die Freude in Torshavn groß war ist dank der nächsten Blamage Griechenlands Euro-Traum ausgeträumt – es sei denn den Hellenen gelingt noch ein Fußballwunder.

Gruppe I: Ronaldo nicht zu stoppen – Poulsen-Doppelschlag für Dänemark

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Der Beginn der Ronaldo-Show: Portugals Kapitän gleicht vom Punkt zum 1:1 aus

Portugal darf einmal mehr dank Cristiano Ronaldo jubeln. Beim Auswärtssieg in Armenien schoss der Superstar sein Land quasi im Alleingang zum Sieg. Zwar brachte Pizzeli die Hausherren durch einen sagenhaften Freistoß in Front, als er Torwart Rui Patrício aus gut 25 Metern überlistete (14.), dies war allerdings der Startschuss für die Ronaldo-Show. Erst glich „CR7“ vom Punkt aus, nachdem João Moutinho ungeschickt von Mkhitaryan gefoult wurde (29.), in der zweite Halbzeit profitierte er dann nach einem langen Ball von Bruno Alves von einem Missverständnis zwischen Torwart Berezovski und Verteidiger Arzumanyan und spitzelte den Ball ins Netz (55.). Drei Minuten danach war es wieder ein langer Ball, diesmal von Torwart Rui Patrício, der als Vorlage fungierte. Der Abschluss des Superstarts aus gut 23 Meter in den rechten Winkel zeugte aber von Extraklasse (58.). Eine überflüssige Gelb-Rote Karte gegen Tiago, der nach zwei Fouls vom Platz musste (62.), leitete dann eine Aufholjagd der Hausherren ein. Mkoyan staubte zum 2:3 ab, nachdem Rui Patrício einen Özbiliz-Schuss hatte abklatschen lassen (72.), der Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr.

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Große Erleichterung: Dänemarks Spieler bejubeln das entscheidende 2:0 durch Jakob Poulsen gegen Serbien

Ein wahres Endspiel gab es auch in København zwischen Dänemark und Serbien. Am Ende eines schnellen Angriffs über Eriksen und Bendtner war es Leipzigs Yussuf Poulsen, der ruhig blieb und sein erstes Länderspieltor erzielte (13.). Serbien antwortete durch Chancen von Tošić und Mitrović, dann waren wieder die Dänen an der Reihe. Bendtner fehlte es an Zielwasser, dann scheiterte Kapitän Agger mit einem Foulelfmeter an Stojković (34.). Zuvor hatte Nastasić Højbjerg gefoult. Auch Yussuf Poulsen konnten den Schlussmann nicht bezwingen. In der zweiten Hälfte drückte dann Serbien, doch Schmeichel war gegen Ljajić und Mitrović gleich mehrmals zur Stelle. Erst in der Schlussphase fiel die Entscheidung, als Bendtner nach einem Ballverlust von Fejsa diesmal Jakob Poulsen bediente und dieser Stojković keine Chance ließ (87.). Serbien hat damit nur noch auf dem Papier Chancen auf die EURO, für Dänemark steht im September gegen Albanien wohl das vorentscheidende Spiel an.

Im zentralisierten Freundschaftsspiel kassierte Frankreich in Albanien die erste Niederlage. Die Hausherren siegten verdient, zeigten sie doch über die gesamte Spieldauer mehr Einsatzwillen und Spielfreude. Lenjani scheiterte zweimal aus kurzer Distanz, zwei Minuten vor der Pause zirkelte dann Kaçe einen Freistoß ins rechte obere Eck des französischen Tores (43.). In Halbzeit Zwei war „Les Bleus“ etwas aktiver, doch mehr als zwei Versuche von Giroud und Valbuena brachten die Gäste nicht zu Wege.

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