Thiago Silva setzt den Kurs auf das Viertelfinale

Veröffentlicht: 22. Juni 2015 in CONMEBOL, Copa América 2015
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Brasilien steht dank eines verdienten 2:1-Erfolgs über Venezuela als Gruppensieger im Viertelfinale. Ein Tor von Thiago Silva in der neunten Minute brachte die Seleção auf den richtigen Weg, bis zur Pause versäumte man aber eine höhere Führung. Firminos 2:0 sechs Minuten nach Wiederanpfiff schien die Begegnung entschieden zu haben, doch Venezuela kämpfe, kam durch Miku noch einmal heran und verpasste in der Nachspielzeit um Haaresbreite den Ausgleich.

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Frühe Führung als Grundstein: Thiago Silva dreht nach dem 1:0 jubelnd ab

Fast noch schwerer als das 0:1 gegen Kolumbien wog für Brasilien die Sperre von Kapitän Neymar. Für vier Spiele, ergo im besten Fall die gesamte Copa, wurde der Superstar nach seiner Tätlichkeit aus dem Verkehr gezogen. Auch Fred fand sich nicht in der Anfangsformation wieder. Für das Duo brachte Dunga Altstar Robinho und Philippe Coutinho neu in die Startelf.

Auch Venezuela musste eine Rotsperre kompensieren, Verteidiger Amorebieta war beim 0:1 gegen Peru des Feldes verwiesen worden. Ihn ersetzte Cichero.

Brasilien drückte auch ohne Neymar von Beginn an auf das Gaspedal. In der neunten Minute wurde dies auch schon belohnt. Robinho brachte von rechts eine Ecke an den Elfmeterpunkt. Dort nahm Innenverteidiger Thiago Silva den Ball volley und donnerte ihn zentral unter die Latte. Torwart Baroja war aufgrund der Geschwindigkeit des Schusses chancenlos (9.).

Mit der Führung im Rücken lief alles viel leichter bei den Gelb-Blauen. Venezuela kam kaum zu eigenen Angriffen, da Willian und Co. den Gegner beschäftigt hielten. Robinho setzte eine Direktabnahme nach Flanke von Dani Alves nur hauchzart über die Latte (16.). Filipe Luís scheiterte mit seinem wuchtigen Abschluss an Baroja (24.). Erst eine Viertelstunde später gab es den nächsten Abschluss zu sehen. Baroja war gegen Willian erneut auf dem Posten, Miranda setzte die folgende Ecke per Kopf am Tor vorbei (39.).

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Gemeinsamer Jubel: Vorbereiter Willian und Torschütze Roberto Firmino zelebrieren das vorentscheidende 2:0

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte drängte Brasilien auf die Entscheidung. Coutinho verzog nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff (46.), dann hätte Thiago Silva die Führung fast verdoppelt. Diesmal kam er nach einem Eckstoß per Kopf zum Abschluss, scheiterte aber an einer Weltklasse-Reaktion von Baroja (49.).

Die Glanztat sollte das 0:2 aber nur etwas verzögern. In der 51. Minute ließ Willian auf der linken Außenbahn Rosales einfach stehen und gab den Ball halbhoch in die Mitte. Dort hatte sich Roberto Firmino freigelaufen und bugsierte im Sprung das Spielgerät mit rechts ins Netz.

Die zuvor offensiv kaum präsenten Venezolaner waren nun zu mehr Risiko gezwungen – und „La Vinotinto“ bemühte sich. Jefferson musste sich strecken, um einen Freistoß von Arango über die Querlatte zu lenken (56.), Joker Josef Martínez konnte den Keeper aus spitzen Winkel nicht herausfordern (58.). Dann griff wieder Brasiliens Ballbesitzfußball und erstickte die Angriffsversuche von Arango und Co.

Während Dunga mit David Luiz und Marquinhos abriegelte brachte Salvicente nach Josef Martínez und César González auch noch Miku. Zuerst war es González, der sich zweimal annäherte (71., 77.). Auf der Gegenseite wirkten die Konter der Seleção stets gefährlich. Ein besonders anspruchsvoller Fallrückzieher von David Luiz wurde von Baroja entschärft (81.).

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Miku verkürzt im Hechtsprung auf 1:2. Es sollte am Ende nicht mehr reichen für Venezuela

Venezuela schien die Hoffnung zu verlieren, konnte sich aber auf Altmeister Arango verlassen. Aus circa 20 Metern legte sich der Linksfuß den Ball zum Freistoß zurecht. Jefferson konnte den Ball zwar noch an den Pfosten lenken, doch Miku war zur Stelle und drückte den Abpraller per Hechtkopfball über die Linie (84.).

Auch ein Unentschieden hätte für Brasilien das Weiterkommen bedeutet, zur Erleichterung Kolumbiens aber hielten Dungas Mannen dennoch dicht. Für „La Vinotinto“ wurde es gegen Ende ganz bitter. Josef Martínez schlug tief in der Nachspielzeit eine hervorragende Flanke in den Strafraum, Miku verpasste diese und damit den Ausgleich jedoch um Haaresbreite (90.+3). Danach war Schluss.

Während Venezuela nach Platz Vier 2011 diesmal nach der Vorrunde die Heimreise antreten muss wartet Paraguay im Viertelfinale auf Brasilien (Samstag, 23.30 Uhr).

Statistik:

Tore: 1:0 Thiago Silva (9., Rechtsschuss, Robinho), 2:0 Roberto Firmino (51., Rechtsschuss, Willian), 2:1 Miku (84., Kopfball, Arango)

Aufstellung (Brasilien): Jefferson – Dani Alves, Thiago Silva, Miranda, Filipe Luís – Elias, Fernandinho – Robinho, Willian, Philippe Coutinho – Roberto Firmino

Aufstellung (Venezuela): Baroja – Rosales, Vizcarrondo, Túñez, Cichero – Rincón, Seijas – R. Vargas, Guerra, Arango – Rondón

Wechsel (Brasilien): 67. David Luiz für Roberto Firmino, 67. Diego Tardelli für Philippe Coutinho, 76. Marquinhos für Robinho

Wechsel (Venezuela): 46. J. Martínez für Seijas, 46. C. González für R. Vargas, 72. Miku für Guerra

Bank (Brasilien): Marcelo Grohe (Tor), Neto (Tor), Fabinho, Geferson, Casemiro, Douglas Costa, Éverton Ribeiro, Fred

Bank (Venezuela): Fariñez (Tor), D. Hernández (Tor), Ángel, Perozo, Acosta, Lucena, Jh. Murillo, Rivas

Gelbe Karten: Thiago Silva (83., Foul) – R. Vargas (45., Foul), Seijas (45.+2, Foul), Túñez (88., Foul)

Schiedsrichter: Enrique Cáceres (Paraguay) – Rodney Aquino (Paraguay), Carlos Cáceres (Paraguay) – Joel Aguilar (El Salvador) – Garnet Page (Jamaika)

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