Messi, Pastore und Di María überrollen Paraguay

Veröffentlicht: 3. Juli 2015 in CONMEBOL, Copa América 2015
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Argentinien heißt der Gegner von Chile im Finale der Copa América 2015. Die „Albiceleste“ überrollte Paraguay förmlich beim 6:1-Erfolg. Ein Standard nach einer Viertelstunde gab Messi und Co. die nötige Sicherheit, doch kurz vor der Pause traf Barrios und weckte Erinnerungen an das Treffen in der Vorrunde. Di María mit einem Doppelpack innerhalb von sechs Minuten wischte die Zweifel aber beiseite, Agüero und Higuaín sorgten in der Schlussphase für einen Kantersieg.

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Zum Abheben: Rojo hat soeben das 1:0 für Argentinien erzielt

Beide Teams hatten sich im Viertelfinale erst im Elfmeterschießen durchgesetzt, Argentinien gegen Kolumbien und Paraguay überraschen gegen Brasilien. Im Vergleich dazu nahmen beide Trainer jeweils eine Änderung vor. Argentiniens Martino brachte Demichelis für Garay, Paraguays Díaz ersetzte Aranda durch Ortiz.

In der Vorrunde hatten sich die beiden Teams schon einmal duelliert. Am ersten Spieltag gab Argentinien eine 2:0-Führung aus der Hand, Valdez und Barrios glichen noch aus. Anders als im Gruppenspiel startete Paraguay diesmal deutlich besser und gestaltete die Begegnung offen. Nach Kopfballablage von Valdez verbuchte Santa Cruz die erste Chancen, setzte seinen Direktschuss aber links vorbei (6.).

Auch Messi und Co. kamen dann zunehmend auf Touren. Zabeleta legte für Pastore auf, der jedoch genau auf Villar zielte (11.). Daraufhin stand Schiedsrichter Ricci im Mittelpunkt, der in den Minuten 12 und 13 gleich drei Mal Gelb zückte. Letztere für Víctor Cáceres sorgte für einen Freistoß auf der linken Außenbahn. Messis Flanke kam bis zu Rojo durch, der schnell reagierte, den Ball annahm und aus fünf Metern links unten einschoss (15.).

Von diesem Schock trotz guten Beginns erholte sich Paraguay nicht so schnell. Messi hingegen ließ bei einem Konter gleich drei Gegner aussteigen und bediente Pastore, der aber wieder in Villar seinen Meister fand (21.). Sechs Minuten später schaffte der PSG-Mann es dann im dritten Anlauf. Wieder war es Messi, der den startenden Mittelfeldspieler fand, der daraufhin seinen Schuss aus 16 Metern präzise neben dem linken Pfosten platzierte (27.).

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Nicht zu stoppen: Lionel Messi zeigte seine ganze Klasse und bereitete drei Tore vor

Es schien, als könnte es nicht schlimmer werden für die Guarani, doch zu allem Überfluss mussten Derlis González nach einem Tritt von Di María und Kapitän Santa Cruz verletzt vom Feld, Bobadilla und Barrios kamen (27., 30.). Trotz all dieser Rückschläge fing der Finalist von 2011 sich aber langsam wieder. Bis in die 43. Minute wurden sie dabei aber nicht gefährlich. Dann wollte Otamendi den Ball nach vorne schlagen, Bruno Valdez gewann aber sein Kopfballduell und beförderte den Ball an den gegnerischen Sechzehner. Dort hatte sich Barrios freigelaufen, der aus 17 Metern wuchtig abzog. Romero bekam die Hand noch ran, den Anschluss konnte er aber nicht mehr verhindern (43.).

Sichtlich ermutigt vom Torerfolg drängte Paraguay weiter. Ein Distanzschuss von Bruno Valdez (44.) und eine schöne Einzelaktion von Bobadilla (45.+2) hätten durchaus für den Ausgleich sorgen können. So blieb es aber 2:1, Argentinien rettete die knappe Führung in die Pause.

Jede Hoffnung auf eine erneute Aufholjagd vernichtete schließlich Di María fast unmittelbar nach Wiederanpfiff. Diesmal war Pastore der Vorbereiter, der im Mittelfeld plötzlich anzog und links Di María fand. Bruno Valdez kam nicht hinterher und konnte den Manchester-Legionär nicht am Abschluss hindern konnte – der Ball landete im langen Eck (47.).

Keine sechs Minuten darauf legte die Albiceleste nach. Messi setzte mit einem seiner unnachahmlichen Solos die halbe paraguayische Mannschaft außer Gefecht, Villar konnte noch gegen Pastore retten, doch Di María staubte ab (53.). Zur Not hätten dafür unter anderen noch Agüero und Messi bereitgestanden. Für Paraguay dagegen ging die Verletztenmisere weiter, auch Nelson Valdez musste vom Feld.

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Schlusspunkt: Higuaín erzielt das 6:1, Paraguays Spieler sind wie so oft nur Zuschauer

Nun war Argentinien nicht mehr zu halten. Wieder wirbelten Messi und Di María, Villar kam aber vor Pastore und Agüero an den Ball (57.). Auch gegen Messi und Pastore konnte der Schlussmann retten (68.). Zeitweise schalteten die Martino-Schützlinge aber ein paar Gänge zurück und schonten sich schon mal für das Finale.

Zwei Treffer bekamen die Zuschauer dann aber doch noch zu sehen. Erst war es wieder Messi, der Di María fand. Bei dessen Flanke standen drei Paraguayer nur herum, sodass Agüero relativ mühelos einköpfen konnte (80.). Auch am 6:1 war der Superstar maßgeblich beteiligt. Nach Zusammenspiel mit Zabeleta und Banega fand der Kapitän im Fallen Joker Higuaín, der wuchtig einschoss (83.).

Danach tat sich nichts mehr. Argentinien und Messi scheinen gerade rechtzeitig zur Bestform gefunden haben. Im Finale wartet Gastgeber Chile, für Paraguay bleibt nur das Spiel um Platz 3 gegen Peru.

Statistik:

Tore: 1:0 Rojo (15., Linksschuss, Messi), 2:0 Pastore (27., Rechtsschuss, Messi), 2:1 Barrios (43., Linksschuss, B. Valdez), 3:1 Di María (47., Linksschuss, Pastore), 4:1 Di María (53., Linksschuss, Pastore), 5:1 Agüero (80., Kopfball, Di María), 6:1 Higuaín (83., Linksschuss, Messi)

Aufstellung (Argentinien): S. Romero – Zabaleta, Demichelis, Otamendi, Rojo – Mascherano – Biglia – Pastore – Messi, Agüero, Di María

Aufstellung (Paraguay): Villar – B. Valdez, Da Silva, P. Aguilar, Piris – V. Cáceres, Ortiz – D. González, Benítez – N. Valdez, Santa Cruz

Wechsel (Argentinien): 73. Banega für Pastore, 77. Gago für Mascherano, 81. Higuaín für Agüero

Wechsel (Paraguay): 27. Bobadilla für D. González, 30. Barrios für Santa Cruz, 56. Ó. Romero für N. Valdez

Bank (Argentinien): Guzmán (Tor), Marchesín (Tor), Casco, Roncaglia, Lamela, Pereyra, Lavezzi, Tevez

Bank (Paraguay): A. Aguilar (Tor), A. Silva (Tor), Balbuena, M. Cáceres, Samudio, Aranda, O. Martínez, Molinas, Ortigoza

Gelbe Karten: Rojo (12., Foul), Biglia (13., Meckern) – V. Cáceres (13., Foul), Da Silva (30., Foul), Ortiz (59., Foul)

Schiedsrichter: Sandro Ricci (Brasilien) – Emerson De Carvalho (Brasilien), Fabio Pereira (Brasilien) – Wilmar Roldán (Kolumbien) – Cristian De La Cruz (Kolumbien)

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