Nicaragua schockt Jamaika, Kanada und Haiti souverän

Veröffentlicht: 5. September 2015 in CONCACAF, FIFA World Cup Qualifiers 2018
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In der dritten Runde der CONCACAF WM-Quali stiegen mit Haiti und Jamaika auch zwei der größeren Teams der Region ein. Die „Reggae Boyz“ erlebten daheim gegen Nicaragua eine faustdicke Überraschung: Nach 0:3-Rückstand kam man noch auf ein 2:3, hat aber ein schwere Aufgabe im Rückspiel vor sich. Haiti und Kanada erledigten ihre Aufgaben dagegen souverän, El Salvador gewann knapp auf Curaçao. Außerdem schlug Antigua & Barbuda Guatemala und die Nationalelf von St. Vincent & the Grenadines bezwang Aruba.

Curaçao – El Salvador 0:1

Die Kluivert-Truppe hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, doch es fehlte der Punch im Abschluss. Den bewiesen stattdessen die Gäste: Peña bediente Larín, der Torwart Room technisch stark mit dem Außenrist überlupfte (12.). Lachmann traf zwar wenig später nach einem Pass von van Kessel, stand jedoch im Abseits. Nepomuceno und Meulens brachten den Ball nicht an Keeper Hernández vorbei. Nach der Pause waren Chancen Mangelware, trotz vielerlei Bemühungen sollte der Heimmannschaft kein Tor gelingen, sodass die Mittelamerikaner als klarer Favorit ins Rückspiel gehen.

Kanada – Belize 3:0

Beim Gold Cup waren die Kanadier zum zweiten Mal in Folge ohne eigenen Torerfolg in der Vorrunde ausgeschieden. Gegen Belize zeigten sich die Rot-Weißen aber stark, spielten den Gegner aus Mittelamerika an die Wand und hätten höher als 3:0 gewinnen müssen. Dabei verkrafteten die Floro-Schützlinge sogar das verletzungsbedingte Aus von Kapitän de Guzmán nach nur 14 Minuten (Wadenverletzung). In der 25. Minute scheiterte Larin nach einer de Jong-Flanke per Kopf an Torwart West, der auch den Nachschuss von Piette parieren konnte, gegen Ricketts dann aber machtlos war. Mitte der zweiten Halbzeit war es erneut der Türkei-Legionär, der diesmal eine Flanke von Ledgerwood ins Tor lenkte (65.). Den Schlusspunkt setzte Hutchinson, der nach Vorarbeit von Piette einen 16-Meter-Hammer im linken Winkel versenkte (90.).

St. Vincent & the Grenadines – Aruba 2:0

Das Duell der beiden Überraschungsteams begann spektakulär. Bereits in der dritten Minute wurde Oalex Anderson im Sechzehner von Mulder gelegt. Doch Torwart Eric Abdul parierte den fälligen Elfmeter von Stewart stark (5.). Bis zur Pause entschärfte der Keeper Versuche von James und Stewart, in der Nachspielzeit traf Slater den Pfosten – wieder hatte Abdul seine Finger im Spiel. Nach der Pause rettete der Schlussmann erneut gegen Anderson, doch dann nutzte Slater einen Abwehrfehler zur längt überfälligen Führung und vollstreckte im eins gegen eins souverän (50.). Aruba antwortete durch Kapitän David Abdul, der ebenfalls am Gestänge scheiterte (68.). In der Schlussminute nahm dann Santos de Gouveia gegen Anderson im Strafraum die Hände zur Hilfe – wieder Elfmeter durch Schiedsrichter Harris (Trinidad & Tobago). Anderson übernahm diesmal selbst, wieder war Abdul dran, konnte den Schuss aufs linke Eck aber nicht mehr parieren (90.), sodass „Vincy Heat“ einen ordentlichen Vorsprung ins Rückspiel mitnimmt.

Grenada – Haiti 1:3

Haiti – beim Gold Cup im Viertelfinale Panama unterlegen – wurde seiner Favoritenrolle von Anfang an gerecht. Insbesondere über rechts und den bärenstarken Wilde-Donald Guerrier kamen die „Grenadiere“ immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Keeper Belfon parierte gegen einen Belfort-Kopfball nach Flanke von Guerrier noch stark (17.), musste sich aber gut zehn Minuten später geschlagen geben. Wieder hatte Guerrier geflankt, Maurice übersprang Philip und Cyrus und ließ den Torwart keine Chance (27.). Durch eine sehr fragwürdige Entscheidung von Referee Héctor Rodríguez kam Grenada aber kurz darauf zum Ausgleich. Ein Volleyschuss von Philip traf nämlich nicht die ausgestreckten Hände von Millien, sondern das Gesicht des Haitianers. Straker war es egal, er verlud Placide sicher zum 1:1 (34.). Wiederrum nur vier Minuten später ging aber Haiti erneut in Front. Jérôme zirkelte einen Freistoß aus gut 23 Metern ins linke Eck (38.). Es war die verdiente Pausenführung für die stärkeren Gäste. Guerrier legte zehn Minuten der Pause das 3:1 auf, Nazon musste nach einem starken Antritt des Flügelstürmer aus zehn Metern nur noch vollenden (55.). Haiti beschränkte sich danach auf das Halten der Führung, die „Spice Boyz“ kamen ihrerseits nicht mehr gefährlich vor das Tor der Gäste.

Jamaika – Nicaragua 2:3

In Kingston hatte kaum jemand Zweifel daran, dass Jamaika – Finalist beim Gold Cup – gegen Underdog Nicaragua einen souveränen Sieg einfahren würde. Umso größer war der Schock, als die Gäste aus Mittelamerika nach acht Minuten mit 0:2 führten! Erst verursachte Lawrence mit einem offensichtlichen und überflüssigen Handspiel einen Elfmeter, den Rosas sicher in die Mitte verwandelte (5.), dann klaffte bei einem Konter eine riesige Lücke auf der linken Abwehrseite der „Reggae Boyz“. Lazo schickte Chavarría, der am Strafraum angekommen mit einem harten Flachschuss und mit Hilfe des Innenpfostens auf 2:0 erhöhte (8.). Im Folgenden verbuchten die Jamaikaner eine Menge Ballbesitz, kamen jedoch selten zu Chancen. Torwart Llorente parierte gegen Austin, Dawkins setzte den Ball aus guter Position drüber. Beide Male hatte Phillips stark aufgelegt. Nach der Pause kamen die Schäfer-Schützlinge vom Regen in die Traufe. Nach einem Ballverlust war diesmal Barrera über rechts durch, seine flache Hereingabe drückte der am zweiten Pfosten mutterseelenalleine stehende Galleano zum 0:3 ins Netz (48.). Trotz einen Übergewicht an Ballbesitz fanden die Hausherren kein Mittel gegen die Defensive der Blau-Weißen. Erst als Brown per Kopf zu Mattocks verlängerte und dieser dank einer starken Individualleistung verkürzte kam Jamaika auf (69.). Begünstigt wurde dies dadurch, dass bei den Mittelamerikanern die Kräfte mehr und mehr schwanden. Brown brachte das Leder nach einem Freistoß nicht an Llorente vorbei, fünf Minuten später fiel dann das 2:3. Wieder war Brown beteiligt, nach einer Stocherei bei einer Ecke bugsierte er den Ball zu Mariappa, der nur den Fuß hinhalten musste (78.). Mehr ging nicht mehr, sodass Winfried Schäfer und seine Jungs im Rückspiel eine schwere Aufgabe vor sich haben.

Antigua & Barbuda – Guatemala 1:0

Nach dem enttäuschenden Gold Cup war Guatemala auf Wiedergutmachung aus. In den ersten 45 Minuten in North Sound tat sich aber sehr wenig. Beide Mannschaften waren auf eine sichere Defensive bedacht, sodass ein Fernschuss von John, den Motta um den Pfosten lenkte, das einzige Highlight war (31.). Nach der Pause wurde es deutlich lebendiger: de León traf aus der Distanz den Pfosten (51.) und setzte einen Halbvolley über das leere Tor, nachdem Goalie James eine Flanke nicht wegbekam (58.). Das Tor fiel aber auf der Gegenseite. Bei einem wahren Fernschuss-Hammer von Parker war wohl Lalín mit der Hand am Ball, Schiedsrichter Villareal (USA) gab Elfmeter. Motta ahnte das Eck, doch Weston hatte zu platziert geschossen – 1:0 für den Außenseiter (73.). Zwar warfen die Mittelamerikaner nochmal alles nach vorne, doch dem aufgerückten Innenverteidiger Moises Hernández stand der Pfosten im Weg (79.) und James drehte einen Fernschuss von Mejía um den Pfosten (86.). So reißen die Benna Boys mit einem knappen Vorsprung nach Ciudad de Guatemala.

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