Jamaika rettet sich dank Dawkins in die vierte Runde

Veröffentlicht: 9. September 2015 in CONCACAF, FIFA World Cup Qualifiers 2018
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Jamaika und Winfried Schäfer konnten mit viel Glück die Hinspielniederlage gegen Nicaragua drehen und noch den Einzug in die vierte Runde sichern. Kanada, Haiti und El Salvador ließen sich ihren Vorsprung nicht mehr nehmen, auch St. Vincent & the Grenadines konnte das 2:0 aus dem Heimspiel auf Aruba verteidigen. Guatemala drehte dank Altstar Carlos Ruiz das 0:1 gegen Antigua & Barbuda.

Haiti – Grenada 3:0

Ähnlich locker wie im Hinspiel sicherte sich Haiti den Einzug in Runde 3. Für klar überlegenen „Grenadiere“ war eigentlich durch das 1:0 alles entschieden. Nazon steckte durch für Maurice, der Torwart Belfon umrundete, dann aber beinahe mit Mitspieler Guerrier kollidierte, der den Ball letztendlich ins Tor schob (26.). In der 38. Minute war es ein Steilpass aus dem Mittelfeld, der Grenadas Abwehrkette überwand. Nazon war diesmal der Glückliche, chippte den Ball lässig über Belfon und schob ein (38.). Belfort erzielte fünf Minuten nach Wiederbeginn den 3:0-Endstand. Wieder erfolgreich: das Rezept langer Ball, dann Umrunden des Torwarts (50.).

Aruba – St. Vincent & the Grenadines 2:1

Aruba machte sich umgehend daran, das 0:2 aus dem Hinspiel umzubiegen – mit Erfolg. Nach nur vier Minuten ersprintete Danso einen zu kurzen Rückpass und hob das Leder über Keeper McDowall, der zwar noch einen Hand an den Ball bekam, das Leder aber nicht mehr am Überqueren der Linie hindern konnte (4.). SVG antwortete mit wütenden Angriffen und Chancen von Stewart (12., 15.), ehe sich die beiden Mannschaften bis zur Pause neutralisierten. Nach dem Kabinengang egalisierte Aruba dann das Hinspielergebnis. Ein satter Flachschuss von Baromeo traf den linken Pfosten, McDowall reagierte nicht schnell genug, sodass Danso den Abpraller zum 2:0 verwerten konnte (50.). „Vincy Heat“ tat sich nun schwer, die Hausherren drängten auf den dritten Treffer. Doch nach einen Konter schlugen die Gäste zu: Tevin Slater setzte sich energisch gegen Dwight Oehlers durch und hob den Ball technisch stark über den herauskommenden Abdul ins Netz (84.). Damit waren Arubas Träume von Runde 4 beendet, während sich SVG über Duelle mit den USA, Guatemala und Trinidad & Tobago freuen darf.

Belize – Kanada 1:1

Nach dem souveränen Erfolg vor heimischer Kulisse ließen es die Kanadier in Belmopan eher ruhig angehen. Dies bestrafte Belize in Person von Stürmerstar Deon McCaulay in der 26. Minute. Ein zu kurzer Schlag von Torwart Borjan wurde von den aufmerksamen Hausherren abgefangen, Rochez bediente rechts im Sechzehner McCaulay, der wuchtig und mithilfe des Innenpfostens ins kurze Eck traf. Derartig motiviert drückten die „Jaguare“ auf eine Aufholjagd, die jedoch quasi mit dem Halbzeitpfiff gestoppt wurde. Johnson traf mit einem verdeckten Schuss vom Sechzehnerrand (45.). Trotzdem blieben die Mittelamerikaner am Drücker, Bojan musste mehrmals gegen McCaulay retten, auch de Jong, Johnson und Larin vergaben gute Chancen. Letztendlich blieb es beim Remis und Kanadas souveränen Einzug in Runde 4.

Nicaragua – Jamaika 0:2

Jamaika hatte im Hinspiel enttäuscht und auch wenn letztendlich das Weiterkommen gelang – überzeugen konnten die „Reggae Boyz“ nicht und wurden ihrer Favoritenrolle in keinster Weise gerecht. Zwar starteten die Gäste gut – Watson legte eine Philips-Ecke für Mattocks ab, der auf 1:0 stellte (13.) – ansonsten hatten man aber Glück, dass Nicaragua beste Chancen ausließ. Chavarría traf die Querlatte (18.), Lazo verfehlte allein vor dem Tor selbiges knapp (40.). Die Zeit rannte den Schäfer-Schützlingen davon, die wenig kreativ anliefen und immer wieder selbst anfällig waren. Bis auf einen Heber von Mattocks, den Lorente über die Latte lenkte, gab es keine Chancen. So musste in der 89. Minute der Zufall helfen. Ein weiter Einwurf wurde zu kurz geklärt, Dawkins nahm den Ball volley und versenkte ihn unhaltbar im Tor. Die schwachen Leistungen, eine Rote Karte für den eingewechselten Lance Laing inmitten der Jubelstürme: All das kümmerte Jamaika am Ende wenig, da Runde 4 erreicht wurde.

El Salvador – Curaçao 1:0

Die ohnehin schwere Aufgabe für die Kluivert-Truppe wurde nach neun Minuten nur noch schwerer. Larin brachte einen Freistoß von der linken Außenbahn, den Jonathan Barrios per Flugkopfball wuchtig und sehenswert ins kurze Eck beförderte. Es folgte eine Partie, in der El Salvador mit dem Ergebnis zufrieden war und Curaçao tapfer anrannte. Chancen gab es zu genüge: Menjivar, Alas und Larin für „El Tri“ hätten die Partie vorzeitig entscheiden können, auf der Gegenseite musste Torwart Hernández mehr als einmal stark gegen van Kessel (2) und Nepomuceno (3) parieren. Die inspirierte Leistung der Karibianer wurde jedoch nicht belohnt.

Guatemala – Antigua & Barbuda 2:0

Mit zunehmender Spielzeit gelang es den Guatemalteken, mehr und mehr Druck aufzubauen, sodass das Spiel zur Einbahnstraße wurde. Torwart Muhammad parierte stark gegen Ruiz, wäre bei der zweiten Großchance des Altstars aber machtlos gewesen, als dieser aus kürzester Distanz den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Pappa traf in der 58. Minute die Latte, womit die „Benna Boys“ ihr Glück aufgebraucht hatten. Ruiz erwischte bei einer Mejía-Flanke das perfekte Timing und glich per Kopf das Hinspielergebnis aus. In der 75. Minute fand dann Moises Hernández nach einer kurz ausgeführten Ecke mit einer maßgeschneiderten Flanke Denniss López – 2:0. Darauf hatten die Gäste keine Antwort mehr.

Ergebnisse:

El Salvador – Curaçao 2:0 (1:0, 1:0)

Belize – Kanada 1:4 (0:3, 1:1)

Haiti – Grenada 6:1 (3:1, 3:0)

Nicaragua – Jamaika 3:4 (3:2, 0:2)

Aruba – St. Vincent & the Grenadines 2:3 (0:2, 2:1)

Guatemala – Antigua & Barbuda 2:1 (0:1, 2:0)

Daraus ergeben sich folgende Gruppen in Runde 4, die im November startet. Die beiden Besten der Vierergruppen erreichen dabei die finale Runde, das sogenannte „Hexagonal“.

Gruppe A: Honduras, Mexiko, El Salvador, Kanada

Gruppe B: Panama, Costa Rica, Haiti, Jamaika

Gruppe C: Trinidad & Tobago, USA, St. Vincent & the Grenadines, Guatemala

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Kommentare
  1. […] musste auf Cheftrainer Winfried Schäfer verzichten, der sich beim knappen Weiterkommen in Runde 3 gegen Nicaragua (2:0) eine Innenraumsperre abgeholt hatte und von seinem Assistenten Miguel Colley vertreten wurde. Auch […]

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