EM-Quali Vorschau (Gruppe D, F & I): Deutschland, Nordirland und Portugal an der Türschwelle

Veröffentlicht: 8. Oktober 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Mit den Gruppen D, F und I beginnt der neunte Spieltag der EM-Qualifikation und damit der Endspurt um die Tickets nach Frankreich. Deutschland genügt in Gruppe D bereits ein Punktgewinn beim Gastspiel in Irland, Schottland will gegen Polen seine letzte Chance wahren. Nordirland kann zu Hause gegen Griechenland für die erste Teilnahme überhaupt sorgen, auch Rumänien und Ungarn haben Heimspiele vor der Brust. Kritisch wird es in Gruppe I, in der es zum brisanten Duell zwischen Albanien und Serbien kommt.

Gruppe D: Schottland mit dem Rücken zur Wand, Deutschland entspannt in Irland

Tabelle: 1. Deutschland (19 Punkte/22:7 Tore), 2. Polen (17/29:7), 3. Irland (15/17:5), 4. Schottland (11,/14:10), 5. Georgien (6/5:14), 6. Gibraltar (0/2:46)

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James McClean – hier im Hinspiel – wird Irland gegen Deutschland nicht helfen können. Der Mittelfeldmann sitzt eine Gelbsperre ab.

Weltmeister Deutschland lieferte keine Gala-Qualifikation ab, das Ticket für Frankreich ist aber wohl nur noch Formsache. Ein Punkt würde reichen: Sollte das Auswärtsspiel in Irland schief gehen bietet sich der DFB-Elf gegen Georgien am Sonntag ein zweiter Matchball. Das letzte Gastspiel in Irland endete mit einem 6:1-Erfolg, das Hinspiel 1:1.

Deutlich brisanter ist die Lage für Polen. 29 erzielte Tore, darunter 10 von Topstürmer Lewandowski, sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch stehen für die Osteuropäer zwei harte Spiele in Schottland (H) und gegen Irland (A) an. Insbesondere das Gastspiel in Glasgow hat es in sich, Schottland droht im Falle einer Niederlage das Aus. Im Hinspiel gelang den Polen nach Rückstand immerhin ein 2:2.

Pflichtsiege gegen Georgien und Gibraltar sowie zwei schottische Niederlagen haben Irland auf Rang Drei gebracht, sogar ein direkter Qualiplatz ist noch in Reichweite. Das Match gegen Deutschland sollte aber nicht verloren werden, am letzten Spieltag wartet Polen in Warszawa. So könnte sich selbst der komfortable Vorsprung von vier Zählern als zu wenig erweisen.

Schottland muss nach den bitteren Niederlagen gegen Georgien (0:1) und Deutschland (2:3) selbst Polen schlagen und dann auf Schützenhilfe hoffen. Der fest eingeplante Dreier gegen Gibraltar am finalen Spieltag wäre auf jeden Fall zu wenig.

Gruppe F: Wer nutzt den Heimvorteil?

Tabelle: 1. Nordirland (17 Punkte, 12:6 Tore), 2. Rumänien (16/7:1), 3. Ungarn (13/6:4), 4. Finnland (10/7:8), 5. Färöer (6/5:12), 6. Griechenland (3/2:8)

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Kyle Lafferty bejubelt sein Tor beim Hinspiel in Griechenland. Ein weiterer Sieg würde seine Nordiren zur EURO bringen.

Nordirland durfte sich einmal mehr bei Kyle Lafferty bedanken. Der Stürmer rettete gegen Ungarn in letzter Sekunde ein Remis, das die Tabellenführung und damit die Pole Position bedeute, wichtiger aber noch Verfolger Ungarn auf Distanz hielt. Somit bleibt der Abstand auf Platz 3 bei vier Punkten. Ein Sieg gegen Griechenland vor heimischer Kulisse würde die erste EM-Teilnahme überhaupt bedeuten. Zum Abschluss geht es nach Finnland.

Rumäniens Spiele waren bisher nichts für Torliebhaber: Dreimal in Folge prangte zuletzt ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Die Tabellenführung ist weg, bei drei Punkten Vorsprung auf Ungarn ist angesichts des verlorenen direkten Vergleichs wieder Zittern angesagt. Zwar wartet am letzten Spieltag die vermeintlich leichte Aufgabe auf den Färöer-Inseln, ein Ausrutscher gegen Finnland könnte den Gelb-Blauen aber teuer zu stehen kommen.

Ungarn schien in Nordirland einen Riesenschritt in Richtung direkte Quali gemacht zu haben. Doch dank eines Last-Minute-Ausgleichs droht nun sogar der Verlust von Platz Drei: Finnland lauert mit drei Punkten Abstand. Das Heimspiel gegen die Färöer müssen die Magyaren wegen Zuschauerausschreitungen außerdem ohne Fans absolvieren. Drei Tage später warten am Piräus wiedererstarkende Griechen auf die Storck-Schützlinge.

Gruppe I: Krisenduell die Zweite

Tabelle: 1. Portugal (15 Punkte/8:4 Tore), 2. Dänemark (12/8:4), 3. Albanien (11/7:3), 4. Armenien (2/5:11), 5. Serbien (1/5:11)

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Hochsicherheitsspiel: Albaniens Heimspiel gegen Serbien birgt nicht nur sportliche Brisanz.

Portugal nimmt vier Punkte Vorsprung mit in den Oktober. Der Held im letzten Spiel in Albanien hieß ausnahmsweise nicht Cristiano Ronaldo, sondern Miguel Veloso. Sein Tor in der 93. Minute sorgt dafür, dass die Südeuropäer vor den Spielen gegen Dänemark (H) und Serbien (A) relativ entspannt sein dürfen. Ein Sieg genügt für den Gruppensieg, an dem kaum jemand zweifelt.

Dänemark brachte sich durch das 0:0 in Armenien selbst in die Bredouille. Selbst bei einem Sieg im finalen Spiel gegen Portugal könnte zu wenig sein sollte Albanien seine beiden Partien gewinnen. Bendtner und Co. müssen also auf Schützenhilfe hoffen.

Albanien, eine der Überraschungen der Quali, hat trotz der späten Niederlage gegen Portugal weiterhin alles selbst in der Hand. Schlägt man Serbien (H) und Armenien (A) ist die direkte Quali sicher. Gerade das Heimspiel gegen Serbien bietet aber extrem viel Brisanz. Das unter skandalösen Umständen abgebrochene Hinspiel (CAS entschied auf 3:0 für Albanien) ist immer noch in den Hinterköpfen aller Beteiligten. Es gilt daher, auch diese Nebengeräusche aus den Köpfen der Spieler zu bekommen, um den größten Erfolg in der Fußballgeschichte des Landes zu ermöglichen.

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