Chile in Meisterform, Erazo und Caicedo schocken Argentinien

Veröffentlicht: 9. Oktober 2015 in CONMEBOL, FIFA World Cup Qualifiers 2018
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Zum Start in die WM-Qualifikation zeigte sich Kontinentalmeister Chile in guter Verfassung und schlug Brasilien mit 2:0. Argentinien dagegen erlebte einen Schock und unterlag Ecuador nach einer schwachen Leistung in Buenos Aires völlig verdient mit 0:2. Kolumbien mühte sich zu einem 2:0 gegen Peru, Uruguay setzte sich dank zwei Treffern seiner Abwehrspieler in Bolivien durch. Venezuela unterlag Paraguay nach 90 zähen Minuten aufgrund eines individuellen Fehlers mit 0:1.

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Diego Godín entschied mit seinem Tor zum 0:2 eine überraschend offene Partie in La Paz.

Bolivien – Uruguay 0:2

Beim Gastspiel in La Paz musste Uruguay nicht nur auf die Starstürmer Suárez und Cavani, sondern auch auf Coach Tabárez verzichten. Alle drei fehlten gesperrt, Co-Trainer Celso Otero vertrat seinen Chef. In 3.600 Metern Höhe entwickelte sich mit dem Anpfiff ein offenes und chancenreiches Duell. Campos setzte für die Hausherren zwei Flachschüsse knapp vorbei (2., 4.), auf der Gegenseite entschärfte Keeper Vaca einen Volleyschuss von Hernández (3.). In der zehnten Minute lag der Ball dann wenig überraschend auch schon zum ersten Mal im Netz. Sánchez flankte von rechts und fand den völlig freien Hernández, dessen Kopfball Vaca stark abwehrte. Doch der aufgerückte Rechtsverteidiger Cáceres war zur Stelle und staubte vom rechten Fünfereck ab (10.).

Boliviens Antwort folgte prompt. Nach einem Steilpass von Zampiery setzte sich Startelfdebütant Duk gegen Godín durch, traf aus spitzem Winkel aber nur die Latte (15.). Nachdem Sánchez Vaca per Freistoß zu einer weiteren Parade gezwungen hatte (22.) war wieder „El Verde“ am Drücker. Doch Torwart Muslera zeigte bei Schüssen von Campos (24.) und Chumacero (27.) gute Paraden. In der 38. Minute musste Cristian Rodríguez mit einer Muskelverletzung vom Feld, Mayada ersetzte ihn.

Mit drückender Überlegenheit der Hausherren begann die zweite Halbzeit, doch es fehlte im Abschluss die Präzision. Duk köpfte unter Bedrängnis von Godín vorbei (53.), Joker Díaz platzierte seinen Versuch genau auf Muslera (57.). Stattdessen legte „La Celeste“ nach: Bei einem Sánchez-Freistoß von der linken Außenbahn verfehlte Torwart Vaca den Ball, Godín musste am zweiten Pfosten nur den Kopf hinhalten – 0:2 (69.).

Keine zwei Minuten später schwanden die Hoffnungen auf eine Aufholjagd bei Bolivien endgültig. Linksverteidiger Torrico legte sich tief in der gegnerischen Hälfte den Ball zu weit vor und stieg mit offener Sohle gegen Giménez ein, wobei er den Innenverteidiger am rechten Fuß traf. Schiedsrichter Loustau (Argentinien) entschied korrekterweise auf Glatt-Rot für den bereits verwarnten 29-jährigen (71.). Gegen zehn Mann brachten die Urus das Ergebnis ohne große Mühe über die Zeit und durften damit zum ersten Mal seit 1961 wieder einmal drei Punkte aus La Paz mitnehmen.

Statistik:

Tore: 0:1 M. Cáceres (10., Rechtsschuss, A. Hernández), 0:2 Godín (69., Kopfball, C. A. Sánchez)

Aufstellung (Bolivien): Vaca – Zampiery, Zenteno, Marteli, Torrico – Veizaga – R. Castro, Chumacero – Campos, Duk, Arce

Aufstellung (Uruguay): Muslera – M. Cáceres, Giménez, Godín, Á. Pereira – Corujo, Á. González – C. A. Sánchez, C. Rodríguez – Stuani, A. Hernández

Wechsel (Bolivien): 46. Ó. Díaz für R. Castro, 61. Lizio für Chumacero, 69. R. Cardozo für Campos

Wechsel (Uruguay): 38. Mayada für C. Rodríguez, 62. Rolan für A. Hernández, 74. Lodeiro für C. A. Sánchez

Bank (Bolivien): Lampe (Tor), Salvatierra (Tor), Eguino, L. Morales, Saavedra, Arrascaita, Gamarra, Galindo, Meleán

Bank (Uruguay): Campaña (Tor), M. Silva (Tor), Coates, G. Silva, De Arrascaeta, Lozano, Nández, J. Rodríguez, M. Santos

Gelbe Karten: Torrico (20., Foulspiel), Marteli (41., Foulspiel), Campos (64., Foulspiel), Arce (77., Foulspiel) – Corujo (66., Foulspiel), Rolan (73., Zeitspiel)

Rote Karte: Torrico (71., grobes Foulspiel, Giménez)

Schiedsrichter: Patricio Loustau (Argentinien) – Juan Pablo Belatti (Argentinien), Ezequiel Brailovsky (Argentinien) – Silvio Trucco (Argentinien)

Anstoßzeit und Spielort: 8. Oktober 2015/16:00 Uhr (UTC-4), Estadio Hernando Siles/La Paz

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Teo Gutiérrez gelingt nach einer Ecke das wichtige 1:0 für Kolumbien.

Kolumbien – Peru 2:0

Ohne den verletzten Regisseur James Rodríguez und dem kriselnden Falcao als Bankdrücker begann Kolumbien seinen Weg nach Russland. Gegner Peru hoffte derweil darauf, die Serie von 24 Auswärtsspielen in der WM-Qualifikation ohne Sieg zu beenden. Seit 2004 hatten die Inkas nicht mehr in der Fremde gewonnen. In Barranquila starteten die Teams eher langsam. Kolumbien verbuchte mehr Ballbesitz, die Gäste gaben sich damit zufrieden, auf Konter zu lauern. Chancen gab es in der halben Stunde keine, James‘ Abwesenheit war bei den „Cafeteros“ nicht zu übersehen, es mangelte an Ideen. In der 31. Minute fand Cardona mit einer Flanke Bacca, doch der Stürmer konnte seinen Kopfball freistehend nicht auf das Tor bringen.

Logische Folge: Ein Standard mussten die Gelb-Weißen erlösen. Zapatas Kopfball nach Cuadrados Ecke wäre vorbeigegangen, zwei Meter vor dem Tor lauerte aber Gutiérrez und verlängerte ebenfalls per Kopf unter die Latte (36.). Zwar protestierten Pizarro und Co. auf Abseits, das hatte der auf der Linie postierte Advíncula aber aufgehoben. In der Hitze von Barranquilla tat sich bis zur Pause kaum noch etwas. Perus Torwart Gallese musste nur bei einem Cardona-Freistoß eingreifen (45.+3).

Die zweiten 45 Minuten starteten vielversprechend. Bacca scheiterte aus spitzem Winkel an Gallese (46.), auf der Gegenseite dribbelte sich Carrillo rechts durch den Strafraum und legte für Guerrero auf. Der Ex-Hamburger zielte aus 14 Metern aber etwas zu genau: vom rechten Innenpfosten prallte der Ball aus dem Tor (50.). Drei Minuten später konnte Zapata einen aussichtsreichen Versuch von Carrillo blocken (53.). Danach hielten die Kolumbianer den Gegner wieder effektiver vom eigenen Tor fern. Ungenauigkeit im Passspiel verhinderte aber, dass es gefährlich wurde. Lediglich Cardona konnte einen Abschluss verbuchen (58.).

Mehr Leben kam erst in die Schlussphase in die Partie. Ospina entschärfte einen Cueva-Schuss (77.), Bacca wurde von Advíncula gerade so geblockt (86.). Ein Fehler von Murillo servierte den eingewechselten Reyna dann die Chance zum 1:1 auf dem Silbertablett. Der Innenverteidiger verschätze sich bei einem hohen Zuspiel von Cueva, frei vor Ospina schoss der Salzburg-Legionär aber deutlich links vorbei (89.). In der Nachspielzeit setzten stattdessen die Hausherren den Deckel drauf. Cuadrado behielt die Übersicht und bediente Cardona, der den Ball mit dem rechten Außenrist über Gallese ins lange Eck hob (90.+5). Perus schwarze Serien in der WM-Quali und gegen Kolumbien (fünf Spiele ohne Sieg) gehen damit weiter.

Statistik:

Tore: 1:0 T. Gutiérrez (36., Kopfball, Zapata), 2:0 Cardona (90.+5, Rechtsschuss, Cuadrado)

Aufstellung (Kolumbien): Ospina – Arias, Zapata, J. Murillo, Fabra – Guarín, C. Sánchez – Cuadrado, Cardona – Bacca, T. Gutiérrez

Aufstellung (Peru): Gallese – Advíncula, Zambrano, Ascues, Céspedes – Ballón, Lobatón – Carrillo, Cueva – Pizarro, Guerrero

Wechsel (Kolumbien): 64. A. Mejía für Guarín, 76. Falcao für T. Gutiérrez, 90.+3 F. Castillo für Bacca

Wechsel (Peru): 73. Reyna für Pizarro, 79. C. Ramos für Zambrano, 82. Hurtado für Carrillo

Bank (Kolumbien): Bonilla (Tor), C. Vargas (Tor), Balanta, Meza, Mojica, Palacios, Cuellar, Borré, Jackson Martínez

Bank (Peru): Libman (Tor), Penny (Tor), Requena, Riojas, Yotún, Cruzado, J. Sánchez, Tapia, Farfán

Gelbe Karten: T. Gutiérrez (43., Foulspiel), C. Sánchez (66., Foulspiel) – Ballón (45.+2, Foulspiel)

Schiedsrichter: Antonio Arias (Paraguay) – Milcíades Saldívar (Paraguay), Darío Gaona (Paraguay) – Julio Quintana (Paraguay)

Anstoßzeit und Spielort: 8. Oktober 2015/15:30 Uhr (UTC-5), Estadio Metropolitano Roberto Meléndez/Barranquilla

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Derlis González profitiert beim entscheidenden Tor von einem kapitalen Fehler von Torwart Baroja und Abwehrspieler Vizcarrondo.

Venezuela – Paraguay 0:1

Stundenlanger Regen hatte das Spielfeld in Ciudad Guayana in eine einzige Riesenpfütze verwandelt, was zum Spielverlauf maßgeblich beitrug. Die Gastgeber – als einziges südamerikanisches Land noch nie bei einer WM dabei – waren das aktivere von zwei schwachen Teams. Kreativität und gute Spielzüge suchte man bei beiden vergebens. Folglich gab es bis zur Pause nur drei Szenen, die man mit guten Willen als Torchancen bezeichnen konnte. Derlis González verzog für die „Guaraní“, nachdem er von Ortiz freigespielt wurde, klar (14.), auf der Gegenseite setzte Cichero einen Kopfball deutlich am Tor vorbei (21.). Ein Schrägschuss von Seijas, der trotz gefährlicher Flugbahn sein Ziel verfehlte, war so noch die hochkarätigste Gelegenheit (33.). Wirklich eingreifen musste bis zur Halbzeit keiner der beiden Keeper.

Besserung in Halbzeit Zwei? Fehlanzeige. Beide Teams versuchten wenn überhaupt ihr Glück aus der Distanz. Seijas (57., 59.) und Derlis González (61.) wurden dadurch aber nicht wirklich gefährlich. Auch die Einwechslungen von Guerra und Josef Martínez beziehungsweise von Bobadilla belebten das quasi nicht existente Offensivspiel nicht. Als sich die Zuschauer schon auf ein torloses Remis eingestellt hatten, sorgte ein individueller Fehler für das entscheidende Tor. Vizcarrondo wollte einen eher planlos nach vorne geschlagenen Ball von Cáceres mit der Brust zu Torwart Baroja zurücklegen – ohne vorher dessen genaue Position bestimmt zu haben. Auf dem immer noch durchnässten Geläuf misslang dies aber, zudem rutschte der Keeper zu allem Überfluss auch noch aus. Derlis González spritzte dazwischen und schob ohne Mühe ein (86.).

Eine Antwort darauf hatten die „Vinotintos“ nicht mehr. In der 89. Minute hätte Benítez vielmehr den Deckel drauf machen müssen: Eingesetzt von González hatte er Baroja schon umspielt, schoss aber aus spitzem Winkel deutlich über das Tor. Es war der passende Abschluss einer ganz schwachen Partie. Nach sechs Niederlagen und zwei Remis in der Qualifikation für Brasilien 2014 fährt Paraguay damit erstmals wieder einen Auswärtserfolg in der Quali ein.

Statistik:

Tor: 0:1 D. González (85., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

Aufstellung (Venezuela): Baroja – Rosales, Vizcarrondo, Lucena, Cichero – Rincón, Seijas – J. Suárez, C. González – Rondón, Falcón

Aufstellung (Paraguay): A. Silva – B. Valdez, Da Silva, P. Aguilar, Samudio – Ortigoza, Ortiz – D. González, Benítez – L. Barrios, Santander

Wechsel (Venezuela): 62. Guerra für C. González, 74. J. Martínez für Falcón, 81. J. J. Murillo für J. Suárez

Wechsel (Paraguay): 63. V. Cáceres für Ortiz, 72. Bobadilla für Santander, 86. Fabbro für L. Barrios

Bank (Venezuela): Contreras (Tor), Ángel, A. D. González, Túñez, Acosta, Figuera, R. Vargas, C. Santos

Bank (Paraguay): A. Aguilar (Tor), G. Gómez, Mencia, Piris, Aranda, H. Pérez, Ó. Romero, Lezcano

Gelbe Karten: Lucena (82., Foulspiel), Rondón (90., Rangelei) – Ortiz (38., Foulspiel)

Schiedsrichter: Hernando Buitrago (Kolumbien) – Humberto Clavijo (Kolumbien), Eduardo Díaz (Kolumbien) – Adrián Vélez (Kolumbien)

Anstoßzeit und Spielort: 8. Oktober 2015/16:30 Uhr (UTC-4:30), Estadio Cachamay/Ciudad Guayana

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Eduardo Vargas hielt seine tolle Serie im Nationalteam auch gegen Brasilien aufrecht und erzielt hier das 1:0.

Chile – Brasilien 2:0

Ohne den gesperrten Neymar sowie die verletzten Coutinho und Firmino ging es für die Seleção zum Auftakt gegen Chile. Die Hausherren, bei denen die Schlüsselspieler Alexis Sánchez und Vidal rechtzeitig fit geworden waren, legten in Santiago auch gleich los wie die Feuerwehr. Vargas testete in der fünften Minute Torwart Jefferson mit einem ersten Abschluss. Doch nach kurzer Einfindungsphase kamen auch die Brasilianer ins Spiel, hielten dagegen und sorgten stellenweise für einen offenen Schlagabtausch. Ein Freistoßhammer von Hulk, der als zentraler Stürmer auflief, verfehlte das von Bravo gehütete Gehäuse (9.).

Kompromisslos und voller Leidenschaft gingen beide Teams zu Werke, das spielerische Element kam dabei manchmal zu kurz. An Gelegenheiten mangelte es aber nicht. Vargas setzte einen Distanzschuss nur knapp vorbei (14.), Oscar schoss aus spitzem Winkel drüber (25.). In der 34. Minute musste Brasiliens Coach Dunga in der Abwehr wechseln. David Luiz hatte sich im Zweikampf mit Vargas eine Knieverletzung zugezogen, Marquinhos ersetzte ihn. Auch Sampaoli stellte um, nahm Silva vom Feld und brachte Mark González. Taktisch veränderte sich damit das System vom 3-5-2 zum 4-4-2.

Richtig turbulent wurde es in der Schlussphase. Hulk feuerte zwei gefährliche Versuche ab (44., 45.+1), ein Distanzschuss von Jara landete in den Armen von Jefferson (45.). Die beste Chance bot sich aber Sánchez. Joker Mark González behauptete sich links im Strafraum gegen drei Gegenspieler und legte für den Arsenal-Profi ab, der aus 17 Metern den linken Außenpfosten traf (42.).

Elf Minuten nach Wiederanpfiff rettete erneut Aluminium für den WM-Gastgeber von 2014. Vargas wurde geblockt, Isla nahm den Abpraller per Dropkick und traf aus 16 Metern halbrechter Position den linken Pfosten (56.). Der läuferische Aufwand blieb weiterhin hoch, wobei jedoch die „La Roja“ zwingender agierte. Mark González‘ Mischung aus Schuss und Flanke verpasste Sánchez am zweiten Pfosten um Haaresbreite (67.). Fünf Minuten später war es aber so weit. Mati Fernández, für den blassen Valdivia gekommen, brachte einen Freistoß von der rechten Außenbahn an den ersten Pfosten. Dort hatte sich Vargas von Marquinhos gelöst und zog direkt ab. Jefferson bekam noch eine Hand an den Ball, konnte diesen aber nicht daran hindern, im Netz einzuschlagen (72.).

Mit Ricardo Oliveira für den nun blassen Hulk eröffnete Dunga die Schlussoffensive. Der Stürmer hatte jeweils nach William-Vorarbeit zwei Gelegenheiten zum Ausgleich, verpasste jedoch eine Hereingabe des Chelsea-Mittelfeldmannes knapp und setzte dann einen Flachschuss vorbei (78., 83.). Stattdessen legten die Chilenen den entscheidenden Treffer nach. Erneut Sánchez dribbelte sich an den Strafraum und nahm den rechts einlaufenden Vidal mit. Der bediente prompt den Arsenal-Star, dessen erster Abschluss noch an Miranda hängenblieb, der Nachschuss aus minimalster Distanz saß (90.). Damit gelang dem Copa-Gewinner ein perfekter Start in die Qualifikation, Brasilien muss sich gegen Venezuela für die Niederlage rehabilitieren.

Statistik:

Tore: 1:0 E. Vargas (72., Rechtsschuss, Mati Fernández), 2:0 A. Sánchez (90., Linksschuss, Vidal)

Aufstellung (Chile): Bravo – F. Silva, Medel, Jara – Isla, Beausejour – M. Díaz, Vidal – Valdivia – E. Vargas, A. Sánchez

Aufstellung (Brasilien): Jefferson – Dani Alves, Miranda, David Luiz, Marcelo – Elias, Luiz Gustavo – Willian, Oscar, Douglas Costa – Hulk

Wechsel (Chile): 41. M. González für F. Silva, 64. Mati Fernández für Valdivia, 82. Vilches für M. Díaz

Wechsel (Brasilien): 36. Marquinhos für David Luiz, 77. Ricardo Oliveira für Hulk, 82. Lucas Lima für Luiz Gustavo

Bank (Chile): Herrera (Tor), Toselli (Tor), Albornoz, E. Mena, Carvajal, F. Gutiérrez, Valdés, Orellana, E. Paredes

Bank (Brasilien): Alisson (Tor), Marcelo Grohe (Tor), Fabinho, Filipe Luís, Gil, Fernandinho, Kaká, Lucas Moura, Renato Augusto

Gelbe Karten: M. Díaz (58., Foulspiel) – Luiz Gustavo (69., Foulspiel)

Schiedsrichter: Roddy Zambrano (Ecuador) – Cristian Lescano (Ecuador), Byron Romero (Ecuador) – Carlos Orbe (Ecuador)

Anstoßzeit und Spielort: 8. Oktober 2015/20:30 Uhr (UTC-3), Estadio Nacional Julio Martínez Prádanos/Santiago

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Spielertraube: Ecuador feierte den ersten Sieg in Argentinien überhaupt.

Argentinien – Ecuador 0:2

Gerardo Martino musste zum Start der WM-Quali einige Ausfälle kompensieren. Am schwersten wog dabei der von Kapitän und Superstar Lionel Messi. Außerdem fehlten Rojo, Banega und Gago. Ecuador musste dagegen Enner Valencia ersetzen. Der Stürmer hatte bei der WM 2014 alle drei Tore der „Tricolor“ erzielt und auch bei der Copa zweimal getroffen. Im Sturmzentrum lief neben Caicedo daher Miller Bolaños auf.

In Buenos Aires starteten die Hausherren vielversprechend. Nach nur 42 Sekunden feuerte Di María nach Zuspiel von Correa einen ersten Torschuss ab, Torwart Domínguez hielt sicher. Es sollte sich als Strohfeuer erweisen. Die Gäste versteckten sich nicht und deckten die Schwächen des 4-3-3 der Albiceleste auf. Ecuadors Flügelspieler Valencia und Montero brachten die Außenverteidiger Roncaglia und Mas immer wieder in Verlegenheit, Unterstützung von Di María und Correa erhielten sie nicht. In der 10. Minute kamen Mascherano und Co. noch mit einem Schrecken davon und hatten Glück, dass Valencias Pass zum völlig freien Montero zu ungenau kam.

Ohne Messi fehlte den Argentiniern nicht nur der Kapitän, sondern auch eine lenkende Hand. Die Bindung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen funktionierte nicht. Dennoch bot sich Agüero eine dicke Chance zur Führung. Domínguez wehrte einen Correa-Fernschuss zur Seite ab, Di María legte ab für den ManCity-Stürmer, doch Ecuadors Schlussmann entschärfte den folgenden Flachschuss mit einem starken Reflex (18.). Keine zwei Minuten später verletzten sich Agüero zu allem Überfluss auch noch nach einem normalen Zweikampf und musste raus, Tevez ersetzte ihn.

Gegen ideenlose Argentinier stand Ecuadors Abwehr sicher und setzte über die Flügel immer wieder Nadelstiche. Allein Bolaños hätte dem WM-Zweiten mehrmals für dessen problemdurchzogene Leistung bestrafen müssen, zeigte aber bei gleich drei Gelegenheiten mangelnde Qualität im Abschluss (25., 28., 38.). So war das 0:0 zur Pause schmeichelhaft für den Favoriten.

Besserung trat nach der Pause nicht ein. Wenn überhaupt agierten die Blau-Weißen noch unpräziser, auch Ecuador kam nur noch selten vor das Tor. Noboa hätte einen Ballverlust von Biglia dennoch bestrafen können, setzte seinen Lupfer aber neben das Tor (58.). Auf der Gegenseite war Domínguez kaum gefordert, war wenn dann aber hellwach. Sowohl bei Di Marías Fernschuss (62.) als auch gegen Mascherano (67.) und einem versuchten Heber des PSG-Stürmer (67.) zeigte sich der 28-jährige den Herausforderungen gewachsen. Sein Gegenüber Romero war in der 69. Minute gefragt und lenkte einen Ayoví-Freistoß über die Latte.

Die Belohnung für einen starken Auswärtsauftritt holten sich Valencia und Co. dann in der 81. Minute ab. Castillo, für den verletzten Quiñónez eingewechselt, verlängerte eine Martínez-Ecke an den zweiten Pfosten zum völlig alleingelassenen Erazo. Der Innenverteidiger ließ sich nicht zweimal bitten und markierte per Kopf die verdiente Führung. Etwas mehr als eine Minute später eilte Valencia wieder auf Rechtsaußen davon, diesmal fand seine Hereingabe Caicedo, der sich trotz mehrerer Gegenspieler freilief und aus kurzer Distanz einschoss (82.). Bis zum Schlusspfiff fand eine rundum enttäuschende Albiceleste darauf keine Antwort, lediglich Tevez feuerte einen brauchbaren Versuch ab (87.).

Mit dem völlig verdienten Erfolg, der erste überhaupt für Ecuador in Argentinien, gelang der „Tricolor“ damit ein perfekter Start in die Qualifikation. Für Argentinien warf der leblose Abend in Buenos Aires zahlreiche Fragen auf, eine Reaktion im Gastspiel in Paraguay ist daher Pflicht.

Statistik:

Tore: 0:1 Erazo (81., Kopfball, S. Castillo), 0:2 Caicedo (82., Rechtsschuss, A. Valencia)

Aufstellung (Argentinien): S. Romero – Roncaglia, Garay, Otamendi, Mas – Mascherano – Biglia, Pastore – Di María, Agüero, Correa

Aufstellung (Ecuador): A. Domínguez – J. C. Paredes, Achilier, Erazo, W. Ayoví – Noboa, P. Quiñónez – A. Valencia, Montero – M. Bolaños, Caicedo

Wechsel (Argentinien): 24. Tevez für Agüero, 70. Lavezzi für Pastore

Wechsel (Ecuador): 75. S. Castillo für P. Quiñónez, 77. F. Martínez für Montero, 84. Á. Mena für Caicedo

Bank (Argentinien): Guzmán (Tor), Marchesín (Tor), Casco, Demichelis, Funes Mori, Zabaleta, Gaitán, Kranevitter, Lamela, Dybala

Bank (Ecuador): Banguera (Tor), Dreer (Tor), Bagüí, Guagua, Mina, Arroyo, Á. Bolaños, Cazares, Ibarra

Gelbe Karten: Roncaglia (46., Foulspiel), Mas (53., Foulspiel), Tevez (90.+3, Foulspiel) – Noboa (70., Foulspiel)

Schiedsrichter: Julio Bascuñán (Chile) – Marcelo Barraza (Chile), Raúl Orellana (Chile) – Jorge Osorio (Chile)

Anstoßzeit und Spielort: 8. Oktober 2015/21:00 Uhr (UTC-3), Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti/Buenos Aires

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Kommentare
  1. Chef Alemán sagt:

    Gooooaaalll
    LOVE chile
    Warst du schon mal da?

    Gefällt mir

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