EM-Quali Vorschau (Gruppen A, B & H): Showdowns Norwegen vs. Kroatien und Niederlande vs. Türkei

Veröffentlicht: 10. Oktober 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Zwei- und Dreikämpfe um die Tickets gib es in den Gruppen A, B und H. Insbesondere Gruppe A bietet viel Brisanz, droht mit der Niederlande doch keinem geringeren als dem WM-Dritten das Aus. In Gruppe B fehlen Wales und Belgien nur noch ein bzw. zwei Zähler, um Platz Drei streiten sich Bosnien, Israel und Zypern. Mit einem neuen Trainer versucht Kroatien dagegen in Staffel H, Norwegen noch abzufangen und die Play-offs zu vermeiden.

Gruppe A: Qualifizierte Teams das Zünglein an der Waage

Tabelle: 1. Island (19 Punkte/15:3 Tore), 2. Tschechische Republik (19/16:10), 3. Türkei (12/11:9), 4. Niederlande (10/13:10), 5. Lettland (4/4:16), 6. Kasachstan (2/5:16)

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Arda Turan und die Türkei könnten durch einen Sieg gegen die Tschechen einen großen Schritt in Richtung EM-Play-offs machen.

Island und die Tschechische Republik können sich zurücklehnen: Beide Nationen haben bereits im September ihr Ticket nach Frankreich gelöst. Die Türkei konnte derweil durch einen überraschend klaren 3:0-Erfolg über die Niederlande ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Zwei Punkte Vorsprung auf Oranje könnten allerdings zu wenig sein. Am Samstag reißen die Türken nach Praha, am Dienstag geht es zum Abschluss zuhause gegen Island.

Oranje muss derweil nach einer völlig verkorksten Quali den Totalschaden befürchten. Insbesondere die Nicht-Leistungen in den ungemein wichtigen Spielen im September und die Harmlosigkeit in der Offensive stimmen viele bedenklich. Die Aufgabe in Kasachstan mag auf dem Papier leicht erscheinen, doch die Zentralasiaten ärgerten den klaren Favoriten schon im Hinspiel (1:3) lange und errangen zuletzt ein 0:0 auf Island. Auf isländische und tschechische Schützenhilfe ist man ohnehin angewiesen, am letzten Spieltag geht es in Amsterdam gegen die Tschechen.

Gruppe B: Bale, Hazard und Co. auf der Zielgerade, Hochspannung dahinter

Tabelle: 1. Wales (18 Punkte/9:2 Tore), 2. Belgien (17/17:3), 3. Israel (13/14:9), 4. Bosnien-Herzegowina (11/12:10), 5. Zypern (9/12:13), 6. Andorra (0/3:30)

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Gareth Bale und Wales fehlt nur noch ein Punkt, Bosnien um Miralem Pjanić braucht im direkten Duell alle drei.

Wales um Gareth Bale ist nur noch einen Punkt von der erstmaligen Qualifikation entfernt. In Zenica gegen Bosnien wird dieser den „Drachen“ aber sicherlich nicht geschenkt, schließlich brauchen die Gastgeber jeden Zähler, um Israel auf Rang Drei noch abzufangen. Zittern um die Qualifikation erscheint dennoch überflüssig. Drei Tage später geht es in Cardiff gegen Andorra. Alles andere als ein klarer Sieg und eine anschließende Party sind gar nicht vorstellbar.

Belgien geht es da ähnlich. Zwar braucht auch der WM-Viertelfinalist sogar zwei Punkte, doch da Hazard und Co. am Samstag in Andorra vorstellig werden sollte dies nur Formsache sein – ebenso das abschließende Heimspiel gegen Israel.

Die besten Karten im „Spiel um Platz 3“ hat Israel bei zwei bzw. vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger Bosnien und Zypern. Ein Sieg im Heimspiel gegen Zypern wäre ein großer Schritt in Richtung EM. Doch für die Männer von der Mittelmeerinsel geht es um ihre letzte Chance, die Hoffnung auf die Play-offs am Leben zu erhalten. Ein unbequemer Gegner erwartet die Hausherren so oder so. Im Hinspiel gelang ein knappes 2:1, zuletzt entführten Belgien und Wales nur dank später Tore drei Punkte gegen die Insulaner. Auch die finale Aufgabe in Belgien wird alles andere als leicht werden.

Bosnien war mit großen Hoffnungen in die Quali gegangen, enttäuschte aber größtenteils. Die verbleibenden beiden Spiele gegen Tabellenführer Wales (H) und auf Zypern (A) müssen gewonnen werden. Mit Edin Džeko ist der mit Abstand wichtigste Spieler aber angeschlagen, hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen. Schwer genug sind die Aufgaben ohnehin, die 1:2-Auftaktniederlage gegen Zypern war der Start einer verkorksten Qualifikation.

Zypern bräuchte ein mittelgroßes Wunder und zwei Siege gegen die direkten Konkurrenten Israel (A) und Bosnien (H) um noch auf den Zug nach Frankreich aufzuspringen. Ärgern können die Insulaner die Gegner auf jeden Fall, der große Wurf scheint aber nicht drin zu sein.

Gruppe H: Norwegen will Vorsprung verteidigen

Tabelle: 1. Italien (18 Punkte/11:5 Tore), 2. Norwegen (16/10:8), 3. Kroatien (14/16:5), 4. Bulgarien (8/7:9), 5. Aserbaidschan (6/6:13), 6. Malta (2/3:13)

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Stolpern Luka Modrić und Co. auch unter dem neuen Trainer Ante Čačić gegen Bulgarien?

Italien lieferte eine maue Qualifikation ohne Glanzauftritte ab, kann angesichts von vier Punkten Vorsprung auf Rang Drei aber bereits am Samstag am Ziel sein. Vorrausetzung dafür ist aber ein Sieg in Aserbaidschan – keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Sowohl Norwegen als auch Kroatien blieben gegen die Truppe vom Kaspischen Meer zuletzt torlos, im Hinspiel gelang ein knappes 2:1. Giorgio Chiellini erzielte dabei alle (!) Treffer. Zum Abschluss wartet Norwegen, das die Punkte selbst dringend benötigt.

Die Skandinavier überflügelten dank eines 2:0 im direkten Duell Kroatien, haben den direkten Vergleich aber aufgrund des Hinspiels (1:5) dennoch verloren. Während das Heimspiel gegen Malta weniger Probleme bereiten sollte könnte es am letzten Spieltag eng werden, wenn es in Rom gegen Italien geht.

Kroatien vergab im September durch ein torloses Remis in Aserbaidschan und einer Niederlage in Norwegen Platz Eins und braucht nun fremde Hilfe, um die direkte Qualifikation zu bewerkstelligen. Trainer Niko Kovač kosteten die schlechten Ergebnisse den Job, Ante Čačić übernahm für ihn. Gleich im ersten Spiel geht es für ihn dabei um alles oder nichts. In Zagreb empfängt man Bulgarien, die Gäste könnten nur durch einen Sieg noch Platz 3 erreichen. Auf die Unterstützung der eigenen Zuschauer müssen die „Feurigen“ dabei verzichten. Aufgrund diverser Ausschreitungen in der Vergangenheit findet das Spiel unter Zuschauerausschluss statt. Am 10. Spieltag geht es gegen Malta.

Bulgariens Chancen auf Platz Drei sind theoretischer Natur. Neben zwei Siegen über Bulgarien und Aserbaidschan bräuchte es auch eine Niederlage der Kroaten auf Malta – wohl nur Wunschdenken. Dennoch wird insbesondere der direkte Vergleich mit Sicherheit nicht hergeschenkt, gilt es doch sich für das 0:1 aus dem Hinspiel zu revanchieren.

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