Jarmólenko führt die Ukraine in Richtung EURO

Veröffentlicht: 15. November 2015 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Die Ukraine hat durch einen hochverdienten 2:0-Heimerfolg über Slowenien einen große Schritt in Richtung EURO 2016 gemacht. In L’viv waren die Gastgeber von Beginn das spielbestimmende Team und münzten ihre Überlegenheit in eine 1:0-Halbzeitführung um. Nach der Pause legte Selezn’óv schnell ein zweites Tor nach, woraufhin die Gelb-Blauen aber nicht nachließen und auf weitere Treffer drängten. Slowenien, in der ersten Halbzeit noch stellenweise durch Konter gefährlich, kam erst in der Schlussphase häufiger in Ballbesitz, aber nicht gefährlich vor das Tor von P’játov und hat im Rückspiel eine schwere Aufgabe vor sich.

Mit Tor und Assist maßgeblich am Sieg beteiligt: Andríj Jarmólenko.

Die Ukraine war in Lviv noch nie geschlagen worden, eine Bilanz, die im Play-Off-Hinspiel unbedingt ausgebaut werden sollte. Mychajlo Fomenko musste dabei seine Stamm-Doppelsechs bestehend aus Rotán’ und Stepanénko ersetzen. Rybálka startete als einziger Sechser, unterstützt von Sydorčuk und Hármaš auf den Halbpositionen. Im Sturm sollte Selezn’óv für die nötigen Tore sorgen.

Sloweniens Coach Srečko Katanec dagegen nahm keine Veränderungen an der Elf vor, die sich in der Qualifikation eingespielt hatte. Nürnbergs Brečko spielte mit Maske (Nasenbeinbruch), Leverkusens Kampl begann im Mittelfeld, im Sturm startete der 36-jährige Novaković.

Die Hausherren übernahmen in der munteren Anfangsphase bereits früh die Initiative, ließen den Ball laufen und tasteten sich in Richtung slowenisches Tor vor. In der 14. Minute verbuchte Hármaš nach Konopljánka-Freistoß eine erste Torannäherung, setzte seinen Kopfball unter Druck aber klar über das Tor. Knapper war es bei Fedéckijs abgefälschten Fernschuss, der am Außennetz landete (16.). Die Führung für die aktiveren Ukrainer war dennoch nicht zwingend vorherzusehen. Nach einer geklärten Ecke brachte Konopljánka den Ball nochmal nach innen, wo Handanović den Ball mit einer Faust nicht wirklich klären konnte. Jarmólenko kam an den Ball, ließ mit einer Körpertäuschung zwei Gegenspieler schlecht aussehen und traf aus sieben Metern halbrechter Position ins lange Eck (22.).

Die Führung gab den Osteuropäern zusätzlichen Auftrieb, insbesondere über die Flügel kamen die Ukrainer immer wieder zu gefährlichen Angriffen. Das auf Konter setzende Slowenien hielt nun aber besser dagegen und kreierte seinerseits die erste gute Gelegenheit. Novaković legte per Kopf ab für Iličić, dessen Gewaltschuss aber über den Querbalken rauschte (27.). Noch gefährlicher hätte es zwei Minuten später werden können, als Novaković nach Birsa-Pass frei war, den Ball aber verstolperte (29.). Es war aber nur ein kurzes Zwischenhoch, die Ukrainer hielten schnell dagegen und drängten, unterstützt von den lautstarken Fans, auf ein zweites Tor.

War wie ganz Slowenien in der Offensive ohne Durchschlagskraft: Leverkusens Kevin Kampl.

In der 35. Minute wurde es kurzzeitig turbulent. Erst entschärfte Handanović einen satten Distanzschuss von Rybálka, Sekunden später gerieten Novaković und Chačerídi nach einem Zweikampf aneinander. Schiedsrichter Eriksson (Schweden) verwarnte beide Streithähne. Dann stand wieder Sportliches im Vordergrund. Ein weiterer Fernschuss von Rybálka wurde zur Ecke abgefälscht (38.), bei dieser zeigte Handanović eine Glanztat und verhinderte gegen Hármaš‘ Kopfball einen höheren Pausenrückstand (39.).

Neun Minuten nach der Pause war der Inter-Legionär aber machtlos. Wieder war Jarmólenko maßgeblich beteiligt, der 26-jährige schickte rechts Fedéckij, dessen Hereingabe der alleingelassene Seleznóv am Fünfmeterraum über die Linie grätschte (54.). Ein Aufbäumen der Gäste? Blieb aus. Die Blau-Weißen dagegen blieben am Drücker, erspielten sich eine klare Überlegenheit an Ecken (10:1) und drückten auf einen weiteren Treffer. Doch Hármaš scheiterte nach Seleznóv-Flanke erneut an Handanović (58.), zehn Minuten später stand der Stürmer frei vor dem Keeper, traf aber nur den Innenpfosten (69.).

Erst in der ruhigen, von Fouls durchzogenen Schlussphase, kamen die Gäste von der Adria zunehmend aus der eigenen Hälfte, vermochten es aber nicht, Pjátov zu testen. So blieb ein harmloser Versuch des eingewechselten Pečnik das einzige offensive Lebenszeichen (74.). Da auch die Ukraine nur noch ungefährliche Abschlüsse verbuchen konnte, blieb es letztendlich beim 2:0-Sieg, der den Fomenko-Schützlingen eine exzellente Ausgangsposition vor dem Rückspiel am Dienstag in Maribor (20.45 Uhr) verschafft.

Statistik:

Tore: 1:0 Jarmólenko (22., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit), 2:0 Seleznóv (54., Rechtsschuss, Fedéckij)

Aufstellung (Ukraine): Pjátov – Fedéckij, Chačerídi, Rakíckij, Ševčúk – Rybálka – Sydorčuk, Hármaš – Jarmólenko, Konopljánka – Seleznóv

Aufstellung (Slowenien): Handanović – Brečko, Ilić, Cesar, Jokić – Krhin – Kurtić, Kampl – Birsa – Iličić, Novaković

Wechsel (Ukraine): 80. Malinovskij für Hármaš, 84. Kravéc für Seleznóv, 90.+1 Karavájev für Jarmólenko

Wechsel (Slowenien): 63. Bezjak für Iličić, 72. Pečnik für Birsa, 90. Ljubijankić für Novaković

Bank (Ukraine): Bójko (Tor), Ševčénko (Tor), Pyljavskij, Kamenjuka, Húsjev, Petrjak, Tymoščúk, Budkivskij, Hladkij

Bank (Slowenien): Oblak (Tor), Vidmar (Tor), Anđelković, Samardžić, Struna, Kirm, Lazarević, Rotman, Verbič

Gelbe Karten: Seleznóv (19., Foulspiel), Chačerídi (35., Rangelei), Rakíckij (84., Foulspiel) – Novaković (35., Rangelei), Krhin (44., Foulspiel)

Schiedsrichter: Jonas Eriksson (Schweden) – Mathias Klasenius (Schweden), Daniel Wärnmark (Schweden) – Fredrik Nilsson (Schweden) – Stefan Johanesson (Schweden), Markus Strömbergsson (Schweden)

Anstoßzeit und Spielort: 14.11.2015, 18:00 Uhr (CET), Arena L’viv/L’viv

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