Soca Warriors trotzen US-Boys, Mexikos Joker stechen in Honduras

Veröffentlicht: 18. November 2015 in CONCACAF, FIFA World Cup Qualifiers 2018
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Am zweiten Spieltag der dritten Runde der WM-Qualifikation der CONCACAF-Zone hatte Mexikos Coach Osorio beim Auswärtserfolg in Honduras eine goldene Hand beim Wechseln. El Salvador und Kanada trennten sich in einem intensiven, aber chancenarmen Spiel mit 0:0. In Gruppe B schlugen stark verbesserte Jamaikaner im Karibikduell Haiti mit 1:0, Costa Rica behielt im Derby in Panama mit 2:1 die Oberhand. Die „Soca Warriors“ trotzen den US-Boys vor heimischer Kulisse ein 0:0 ab, Guatemala gewann erwartungsgemäß mit 4:0 bei Saint Vincent & the Grenadines.

Gruppe A

Tabelle: 1. Mexiko (6 Punkte/5:0 Tore), 2. Kanada (4/1:0), 3. El Salvador (1/0:3), 4. Honduras (0/0:3)

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Joker Jesús Manuel Corona brachte Mexiko mit einem spektakulären Tor auf die Siegerstraße.

Honduras – Mexiko 0:2

Honduras baute nach der Auftaktniederlage gegen Kanada in San Pedro Sula auf die eigene Heimstärke gegen Mexiko (50 Jahre ungeschlagen!). Beide Trainer setzten zu Beginn auf Fünfer-Abwehrketten, wobei Mexikos Coach Osorio dazu drei Stürmer auf den Rasen schickte. Bei heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit boten die ersten 45 Minuten vor allem eines: harte Zweikämpfe und eine sehr nicklige Atmosphäre. Gute Gelegenheiten gab es kaum. Ein Hernández-Kopfball nach Flanke von Layún landete klar auf dem Tornetz (5.), Keeper Valladares entschärfte einen Herrera-Freistoß (18.). Ansonsten gelang den Mexikanern wenig, Honduras beschränkte sich auf hohe Bälle. So rückte eine tragische Szene in den Mittelpunkt. Crisanto brachte Aquino ins Stolpern, der mit voller Wucht auf das rechte Bein von Garrido fiel und dieses unnatürlich umbog. Der Mittelfeldmann musste minutenlang behandelt und anschließend vom Platz getragen werden. In der sechsminütigen Nachspielzeit wurde ein Andino-Schuss aus aussichtsreicher Position geblockt (45.+2), ansonsten saß der Schock über die schwere Verletzung tief. Honduras startete etwas aktiver in die zweite Hälfte, Martínez (49.) und Andino (56.) näherten sich immerhin an. Wesentlich gefährlicher wurde es auf der Gegenseite: Guardado hob das Spielgerät zu Hernández, der an einem Blitzreflex von Valladares scheiterte. Raúl Jiménez musste den Abpraller aus drei Metern nur noch ins Tor drücken, geriet allerdings ins Fallen und knallte den Ball über das leere Gehäuse (56.). In der 61. Minute griff Trainer Osorio entscheidend ins Spiel ein und brachte Jesús Manuel Corona für Aquino. Sechs Zeigerumdrehungen später landete eine Kopfballabwehr von Palacios beim Joker, der das Leder artistisch mit dem linken Fuß über Figueroa hob und mit rechts Volley abzog. Links unten schlug es ein, Valladares war bei diesem herrlichen Treffer chancenlos (67.). Wiederrum nur fünf Minuten darauf stach auch Osorios zweiter Joker. Der Deutsch-Mexikaner Jürgen Damm – für den eher glücklosen Hernández gekommen – setzte sich nach einem langen Ball auf rechts entschlossen gegen Izaguirre durch und setzte seinen Schuss halbhoch ins kurze Eck. Valladares hatte wohl auf einen Querpass spekuliert und selbiges vollkommen entblößt (72.). Zwar bemühten sich die „Catrachos“ in der verbliebenen Spielzeit um eine Antwort, doch mehr als eine Gelegenheit von Boniek García, die Talavera mit einer Doppelparade vereitelte (87.), sprang nicht dabei heraus. Mexiko geht mit weißer Weste in die Duelle mit Kanada, für Honduras sind die Derbys gegen El Salvador bereits erste Endspiele.

Tore: 0:1 J. M. Corona (67., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit), 0:2 Damm (72., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

Aufstellung (Honduras): Valladares – Crisanto, Jo. Palacios, Figueroa, Leverón (69. Discua), Izaguirre – M. Martínez, Boniek García, Garrido (43. A. Peralta) – Castillo (61. Bengtson), Portillo

Aufstellung (Mexiko): Talavera – Layún, Ayala, Reyes, Moreno, Alanís – H. Herrera, Guardado – Raúl Jiménez (78. Vázquez), J. Hernández (70. Damm), Aquino (61. J. M. Corona)

Gelbe Karten: Jo. Palacios (38., Foulspiel), Crisanto (59., Foulspiel) – Alanís (47., Foulspiel), Damm (73., Trikotausziehen)

Schiedsrichter: Jhon Pitti (Panama) – Daniel Williamson (Panama), Keytzel Corrales (Nicaragua) – Ariel Ameth Sánchez (Panama)

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Kyle Larin hatte Kanadas beste Chance, traf in der 42. Minute aber nur die Latte.

El Salvador – Kanada 0:0

Auf schwierigem Geläuf in San Salvador taten sich beide Teams über die gesamte Spieldauer schwer damit, Chancen zu kreieren. In der 17. Minute nahm Hoilett eine Ricketts-Flanke stark mit, wurde bei seinem Heber allerdings noch entscheidend von Domínguez gestört und verfehlte sein Ziel dadurch. Das weiterhin ersatzgeschwächte El Salvador antwortete durch Punyed, der rechts im Sechzehner Corea freispielte. Keeper Borjan konnte dessen Abschluss jedoch mit etwas Glück so abwehren, dass dieser das lange Eck verfehlte (34.). In der Schlussphase von Halbzeit Eins kamen dann die Gäste noch einmal auf. Nach einer Hoilett-Flanke war Larin vor Torwart Hernández am Ball und hatte Pech, dass sein Kopfball nur die Latte traf (42.). Johnson setzte einen Distanzschuss knapp über das Gehäuse (45.). Der entscheidende Durchbruch in einer zweikampfbetonten Partie sollte auch nach der Pause nicht erfolgen. Borjan fischte einen Corea-Schuss aus dem rechten Eck (54.), in der Nachspielzeit traf Larin nach einem Zavaleta-Fehler nur das Außennetz (90.+1). Mit dem Remis geht Kanada als Gruppenzweiter in die Duelle gegen Mexiko im März, für El Salvador stehen zwei Aufeinandertreffen mit dem Erzrivalen Honduras an.

Tore: keine

Aufstellung (El Salvador): H. Hernández – I. Castro, R. Domínguez, Zavaleta, Barahona – H. Romero – Corea (64. J. Jiménez), Punyed (73. Mayen), Alas, Pineda – Peña (62. Burgos)

Aufstellung (Kanada): Borjan – Ouimette, Jaković, Straith, de Jong – W. Johnson (71. Piette), Hutchinson, de Guzmán (72. Edgar) – Ricketts, Larin, Hoilett (81. Akindele)

Gelbe Karten: Corea (49., Foulspiel), Barahona (67., Foulspiel), Mayen (82., Ballsperre), H. Romero (Nach Spielende, Meckern) – W. Johnson (43., Foulspiel), de Guzmán (69., Foulspiel)

Schiedsrichter: Mark Geiger (USA) – Charles Morgante (USA), Corey Rockwell (USA) – Edvin Jurisevic (USA)

Gruppe B

Tabelle: 1. Costa Rica (6 Punkte/3:1 Tore), 2. Panama (3/3:2), 3. Jamaika (3/1:2), 4. Haiti (0/0:2)

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Haiti und Jamaika – hier: Mustivar und Phillips – lieferten sich eine enge Partie in Porte-au-Prince.

Haiti – Jamaika 0:1

Beide Teams hatten am ersten Spieltag verloren, Jamaikas Trainer Winfried Schäfer nahm nach dem bitteren 0:2 gegen Panama einige Wechsel vor. Kapitän Austin und Stürmer Barnes wollten auf dem Kunstrasen von Port-au-Prince wegen des erhöhten Verletzungsrisikos nicht spielen, McCleary fehlte verletzt. Außerdem mussten Torwart Kerr – der bei beiden Gegentoren nicht gut ausgesehen hatte – und der formschwache Stürmer Mattocks auf die Bank. Blake und Donaldson (Startelfdebüt) ersetzen die beiden. Den besseren Start erwischte Haiti, das mit schnellen, variablen Angriffen permanent für Unruhe und auch stellenweise für Gefahr sorgte. Einen frühen Schock gab es für die „Reggae Boyz“ in Minute 11 als Donaldson mit Torwart Placide zusammenprallte und an der Seitenlinie behandelt werden musste. Der Stürmer konnte aber weitermachen und war präsent, als Phillips halblinks im Sechzehner frei zum Volley kam, aber mehr als klar verzog (14.). Deutlich gefährlicher wurde es vor dem Tor von Blake, der Schlussmann lenkte erst einen Flachschuss von Hilaire ans Außennetz (17.), drei Minuten später bekam er noch die Fingerspitzen an einen abgefälschten Versuch von Louis und bugsierte das Spielgerät noch über die Latte (20.). Doch auch die Gäste zeigten sich stark verbessert und boten ein sauberes, flüssiges Passspiel. Das Resultat waren Schussmöglichkeiten von Watson (36.) und McAnuff (37.), Placide reagierte jeweils gut. Etwas Glück hatte Mariappa, das sein Stellungsfehler ohne Folgen blieb, da Hilaire nur einen schwachen Abschluss zustande brachte (40.). Offen und unterhaltsam blieben auch die zweiten 45 Minuten. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Philipps das Kunststück fertig, am Ende eines herrlichen Spielzuges über Donaldson und Powell aus minimalster Distanz Placide anzuschießen. Wiedergutmachung leistete der Flügelmann in Minute 63. Bei seiner Ecke von rechts blockte Donaldson Placide am Rande der Legalität und hatte keinerlei Probleme damit, aus kurzer Distanz einzuköpfen (63.). Nun mussten die „Grenadiere“ kommen und boten den Gästen Raum zum Konter. McAnuff scheiterte nach Zuspiel von Watson aber an Placide. Haiti enttäuschte zwar keineswegs, kam gegen überzeugende „Reggae Boyz“ aber nur noch zu einer Chance: Nazons Volley in der Schlussminute ging aber knapp über die Querlatte (90.). Während Jamaika damit wieder im Rennen um die Topplätze ist und nun zweimal auf Costa Rica trifft kann sich Haiti gegen Panama keine weiteren Niederlagen erlauben.

Tor: 0:1 Donaldson (63., Kopfball, Phillips)

Aufstellung (Haiti): Placide – Alcénat, Jérôme, Bertin, Jaggy – Alexandre (82. Milien), Hilaire, Mustivar (70. Belfort) – Louis, Nordé (76. Guerrier) – Nazon

Aufstellung (Jamaika): Blake – Powell, Hector, Morgan, Lawrence – Watson, Mariappa, Williamson (85. Orgill) – McAnuff (90.+2 Mattocks), Phillips – Donaldson (90. Clennon)

Gelbe Karte: Bertin

Schiedsrichter: Javier Santos (Puerto Rico) – Jairo Morales (Puerto Rico), Ainsley Rochard (Trinidad & Tobago) – Rodphin Harris (Trinidad & Tobago)

Panama – Costa Rica 1:2

Panama wartet auch nach 23 Jahren weiterhin auf einen Sieg gegen Costa Rica in der WM-Qualifikation. Die Gäste setzten auf regennassem Geläuf auf Ballbesitz und Angriffe über die schnellen Ureña und Campbell. Gefährlich wurde es aber vor beiden Toren kaum, stattdessen standen hitzige Zweikämpfe im Mittelpunkt des Geschehens. Folglich ergaben sich die wenigen Chancen durch Standards. Panamas Keeper Penedo, von einer Sperre zurückgekehrt, war aber sowohl bei einem Kopfball von Watson nach einer Campbell-Ecke als auch bei einem Azofeifa-Freistoß auf dem Posten. Auch Panamas beste Gelegenheit resultierte aus einer Ecke, geschlagen von Cooper, die Pimentel an den zweiten Pfosten verlängerte. Blas Pérez kam dort jedoch einen Augenblick zu spät und konnte den Ball nicht ins Netz drücken. Der entscheidende Durchbruch gelang schließlich in der 66. Minute – natürlich nach einem Freistoß. Azofeifa führte aus, Waston wurde zuerst geblockt, köpfte den Ball dann aber zu Ruiz. Baloys Klärungsversuch ging daneben, sodass der Gästekapitän mit dem linken Außenrist aus drei Metern an Penedo vorbei ins lange Eck einnetzen konnte. Die „Canaleros“ hatten sich von diesem Schock noch nicht erholt als Matarrita bei einem schnellen Gegenstoß Ureña schickte. Der Stürmer zog von links in die Mitte und anschließend aus 18 Metern flach ab – links unten schlug es ein (68.). Panamas Coach Gómez reagierte und brachte Tejada, der keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung sich im glücklichen Zusammenspiel mit Pérez in Costa Ricas Sechzehner hineinkämpfte. Dort wurde sein erster Abschlussversuch geblockt, der zweite von gleich zwei Abwehrspielern unhaltbar für Pemberton unter die Latte abgefälscht (71.). Die Bedingungen für eine spannende Schlussphase waren gegeben. Zwar drückten die Hausherren, doch da Pemberton einen Hochkaräter von Tejada entschärfte und Pérez nach einer Unsicherheit des Schlussmannes klar über den Querbalken schoss blieb es beim knappen Auswärtserfolg der „Ticos“, die im März zweimal auf Jamaika treffen. Panama bekommt es mit Haiti zu tun.

Tore: 0:1 B. Ruiz (66., Linksschuss, Waston), 0:2 Ureña (68., Rechtsschuss, Matarrita), 1:2 Tejada (71., Rechtsschuss, B. Pérez)

Aufstellung (Panama): Penedo – Machado, Baloy, Dixon (70. Tejada), L. Henríquez – Godoy (89. Arroyo), G. Gómez (69. Davis) – Pimentel, Cooper, Quintero – B. Pérez

Aufstellung (Costa Rica): Pemberton – Gamboa, Acosta, G. González, Waston, Matarrita (83. Júnior Díaz) – Azofeifa, Granados – Campbell (72. Bolaños), B. Ruiz – Ureña (90. Saborío)

Gelbe Karten: Baloy, Cooper, Godoy, G. Gómez – Waston, Acosta, Gamboa, Ureña

Schiedsrichter: Joel Aguilar (El Salvador) – Juan Zumba (El Salvador), Douglas Bermúdez (El Salvador) – Elmer Bonilla (El Salvador)

Gruppe C

Tabelle: 1. USA (4 Punkte/6:1 Tore), 2. Trinidad & Tobago (4/2:1), 3. Guatemala (3/5:2), 4. Saint Vincent & the Grenadines (0/1:10)

Saint Vincent & the Grenadines – Guatemala 0:4

Guatemala musste beim Außenseiter der Gruppe gewinnen, um die Chancen auf das Weiterkommen am Leben zu erhalten. Dementsprechend druckvoll starteten die Gäste. Bereits in den ersten zehn Minuten musste SVG-Schlussmann McDowald zweimal entscheidend eingreifen. Erst vertändelte McDowall den Ball gegen Cincotta, sodass der Schlussmann im eins gegen eins alles riskieren musste (4.), dann scheiterte Sturmveteran Carlos Ruiz nach Pass von Contreras am Keeper (6.). Auch seine nächste große Chance ließ der Kapitän per Kopf liegen, diesmal hatte Mejía mustergültig serviert (21.). So war es der bei den Stuttgarter Kickers unter Vertrag stehende Cincotta, der die Führung besorgte. An seinen Freistoß aus 16 Metern halbrechter Position kam McDowald zwar noch ran, lenkte sich den Ball aber selbst ins Netz (24.). Acht Minuten später fand Thompsons Flanke Ruiz, doch wieder stand McDowald dem Kapitän im Weg. Minor López drückte den Abpraller allerdings über die Linie (32.). Die Hausherren suchten ihr Heil in Kontern, agierten aber in den entscheidenden Szenen zu fahrig. Erneut Ruiz verpasste in der 35. Minute eine höhere Führung, auch Torschütze López zielte nicht genau genug (38.). Die Entscheidung zugunsten der deutlich besseren Gäste fiel drei Minuten nach der Pause. Eine Ecke führten die Blau-Weißen kurz aus, de León flankte an den Fünfer, wo Denniss López eher am Ball war als McDowald – 0:3 (48.). Danach schonten sich die Weiß-Blauen und nahmen das Tempo raus, „Vincy Heat“ war offensiv dagegen zu harmlos, um das Ergebnis zu gefährden. Stattdessen legte Tinoco mit seinem ersten Länderspieltor überhaupt den 4:0-Endstand nach, nachdem er im Zuge eines Konters mustergültig von Mejía bedient worden war (81.).

Tore: 0:1 Cincotta (24., direkter Freistoß, Linksschuss), 0:2 M. López (32., Linksschuss, C. Ruiz), 0:3 D. López (48., Kopfball, de León), 0:4 Tinoco (81., Rechtsschuss, C. Mejía)

Aufstellung (SVG): McDowald – Richards, Richardson, Francis, McDowall – Hamlett, Lowman – McBurnette (58. Ledger), Anderson – James (46. Solomon), Slater (64. Samuel)

Aufstellung (Guatemala): Motta – Ha. López, D. López, M. Hernández – de León, Thompson – C. Mejía, Cincotta – Contreras (82. J. Márquez) – C. Ruiz (67. Tinoco), M. López (75. Pappa)

Gelbe Karte: Richards (45.+1, Foulspiel)

Schiedsrichter: Drew Fischer (Kanada) – Philippe Briere (Kanada), Daniel Belleau (Kanada) – Leon Clarke (Saint Lucia)

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Mekeil Williams und die „Soca Warriors“ trotzen DeAndre Yedlin und den USA verdient einen Punkt ab.

Trinidad & Tobago – USA 0:0

Den beeindruckenden Lauf von 12 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage hielten die „Soca Warriors“ auch gegen die Kontinentalmacht USA aufrecht. In Port of Spain starteten die Hausherren stark: Nach gerade einmal 20 Sekunden gelangte der Ball über Cato und Kenwyne Jones zum links am Sechzehner völlig freistehenden Joevin Jones, der seinen Schuss aber zu hoch ansetzte. Der Schwung der Karibianer überraschte die Klinsmann-Schützlinge, die Glück hatten, dass ein Drehschuss von Kenwyne Jones auf der „falschen“ Seite des Tornetzes landete (13.). Erst nach gut zwanzig Minuten kamen Jones und Co. besser ins Spiel, Johnson (20.) und Altidore (21.) feuerten erste Distanzschüsse ab. Die besseren Gelegenheiten hatten aber die leicht überlegenen Rot-Schwarzen. Cato verzog nach einem Hyland-Steilpass frei vor Howard nur knapp (26.). Drei Minuten später klingelte es fast auf der Gegenseite, Zardes verpasste eine Flanke seines Sturmpartners Altidore nur um Haaresbreite (29.). Ein erneutes Zusammenspiel der beiden Stürmer hätte kurz nach der Pause die Führung der Gäste zu Folge haben müssen. Altidore schlug eine Maßflanke an den zweiten Pfosten, doch Zardes‘ Kopfball aus fünf Metern prallte von der Latte ins Feld zurück (47.). Zwar verbuchten die USA nun deutlich mehr Ballbesitz, fanden aber keine Lücken in der gut organisierten Defensive der Gastgeber, die ihrerseits einzelne Nadelstiche setzen. Cato köpfte vorbei (63.), Joevin Jones platzierte seinen Schuss genau auf Howard (64.). Bis zum Schlusspfiff gab es dann nur noch Halbchancen, da keine der beiden Mannschaften das letzte Risiko einging. Einzige Ausnahme: Ein Distanzhammer von Jermaine Jones aus Minute 78, den Keeper Jan-Michael Williams mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte und seinem Team somit die insgesamt gerechte Punkteteilung festhielt.

Tore: keine

Aufstellung (T&T): J.-M. Williams – Cyrus, Abu Bakr, Bateau, M. Williams (76. Hoyte) – George, Boucaud (82. Cummings) – Hyland – Cato (85. Caesar), J. Jones – K. Jones

Aufstellung (USA): Howard – Orozco, Besler, Cameron, Ream (68. Nagbe) – Jones – Yedlin, Bradley, F. Johnson – Zardes (75. Wood), Altidore

Gelbe Karten: – Yedlin (45.+1, Foulspiel), Jones (49., Foulspiel)

Schiedsrichter: César Ramos (Mexiko) – Miguel Ángel Hernández (Mexiko), Juan Joel Rangel (Mexiko) – Óscar Macías (Mexiko)

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