Haiti und Panama lösen Copa-Tickets

Veröffentlicht: 9. Januar 2016 in CONCACAF, Copa América Centenario 2016
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Panama und Haiti komplettieren das 16 Teams umfassende Teilnehmerfeld der Copa América Centenario. Im Estadio Rommel Fernández in Ciudad de Panamá setzte sich der Gastgeber klar mit 4:0 gegen Kuba durch. Knapper war es im Karibik-internen Duell zwischen Haiti und Trinidad & Tobago, wo am Ende ein Glückstreffer nötig war, um die Entscheidung herbeizuführen.

Haitis Spieler feiern den knappen Erfolg über Trinidad & Tobago.

Lange war fraglich, ob die Copa América Centenario überhaupt stattfinden würde. Pläne für das in den USA stattfindende Turnier gab es bereits seit 2012. Geplant war, 100 Jahre nach der Austragung der ersten Copa América 1916, neben den CONMEBOL-Teams auch Nationalmannschaften aus der CONCACAF zu involvieren. Terminprobleme und die immer deutlich werdendere Korruption in den Reihen der Verantwortlichen hielten das Turnier aber lange in der Schwebe. Erst im Oktober gaben die Verbände letztendlich grünes Licht.

Zwischen 3. und 26. Juni duellieren sich also die Topteams von Nord-, Mittel-, Südamerika und der Karibikzone in den USA um die Krone des Amerikameisters. Spielorte sind dabei Seattle, Chicago, Foxborough, East Rutherford, Santa Clara, Philadelphia, Orlando, Pasadena, Glendale und Houston.

Neben den zehn südamerikanischen Teams, die auch sonst standardmäßig an der Copa teilnehmen (Argentinien, Brasilien, Titelverteidiger Chile, Ecuador, Bolivien, Venezuela, Uruguay, Kolumbien, Peru, Paraguay), sind auch Nordamerikas Topteams USA und Mexiko automatisch qualifiziert. Dies gilt auch für Costa Rica (Sieger der Copa Centroaméricana 2014) und Jamaika (Sieger des Caribbean Cup 2014). Die fehlenden beiden Startplätze gingen an die Sieger der beiden Mannschaften, die sich in den Duellen der insgesamt vier besten nocht nicht-qualifizierten Teams des Gold Cups 2015 durchsetzten. Dies waren der Drittplatzierte Panama, sowie Trinidad & Tobago, Haiti und Kuba.

Ursprünglich waren Play-offs mit Hin- und Rückspiel geplant, was jedoch von der CONCACAF verworfen wurde und durch zwei jeweils einzelne Entscheidungsspiele ersetzt wurde. Hierbei genoss Panama als das Team, das am besten abgeschnitten hatte, Heimrecht. Die Gastgeber bekamen es mit am schlechtesten platzierten Kubanern zu tun, zuerst stand aber das karibische Duell zwischen Trinidad & Tobago und Haiti auf dem Programm.

Trinidad & Tobago und Haiti – hier Glenn und Jérôme – waren einander über 90 Minuten ebenbürtig.

Trinidad & Tobago – Haiti 0:1

Da die Spieltermine nicht Teil des FIFA-Länderspielkalenders waren mussten die Teams auf einige Stammspieler verzichten, da keine Abstellungspflicht bestand. Allein bei Trinidad & Tobago fehlten mit Cummings, Plaza, Kenwyne Jones, Hoyte, Bateau und Molino sechs Kandidaten für die erste Elf. Haiti musste Kapitän Placide, Verteidiger Alcénat und die Offensivspieler Guerrier und Louis verzichten. Folglich erwies sich die Begegnung als zähe Angelegenheit zwischen zwei ebenbürtigen Mannschaften, wobei die „Soca Warriors“ leichte Vorteile erzielen konnten. Haitis Torwart Ceus war aber bei einem Versuch von Hyland auf dem Posten (17.). Zwei Minuten später verschätze sich der Keeper bei einer Ecke, hatte aber Glück, dass Joevin Jones diesen Wackler nicht bestrafen konnte. Etwas mehr tat sich nach der Pause. Hyland feuerte aus idealer Position in die Arme von Ceus, Mustivars strammer Fernschuss wurden von Williams entschärft, der im eins gegen eins gegen Belfort auch die beste Chance des Spiels vereitelte (78.). Haiti wurde mit zunehmender Spieldauer stärker, letztendlich musste aber der Zufall helfen. Miliens für Belfort gedachte Hereingabe vom rechten Flügel erwischte der in der Türkei spielende Stürmer nur minimal, irrittierte vor allem aber Torwart Williams, sodass das Spielgerät ins lange Eck hoppelte (83.). Der Treffer sollte für die „Grenadiers“ zum Sieg reichen, auch weil Torwart Ceus nur wenige Augenblicke später ein Eigentor von Alexandre nach einer Jones-Flanke zu verhindern wusste.

Statistik:

Tor: 0:1 Belfort (86., Linksschuss, Milien)*

Aufstellung (T&T): J.-M. Williams – Cyrus, Mitchell, Abu Bakr, M. Williams – George, Boucaud – Peltier, Hyland, J. Jones – Glenn

Aufstellung (Haiti): Ceus – Lambese, Jérôme, Bertin, Lafrance, Christian – Alexandre, Hilaire – Mustivar, Maurice – Belfort

Wechsel (T&T): 57. S. Winchester für Glenn, 81. Hackshaw für George

Wechsel (Haiti): 54. Thurière für Lafrance, 59. Milien für Mustivar, 90. Aveska für Maurice

Bank (T&T): Foncette (Tor), Phillip (Tor), David, Marshall, Cato, Caesar, Guerra, R. Winchester

Bank (Haiti): Odelus (Tor), Origène (Tor), Jaggy, Delva, Monuma, Norde, Anselme, Cherenfant

Gelbe Karten: Abu Bakr (34., Foulspiel) – Mustivar (7., Foulspiel), Alexandre (59., Foulspiel)

Schiedsrichter: David Gantar (Kanada) – Philippe Briere (Kanada), Charles Morgante (USA) – Drew Fischer (Kanada)

Anstoßzeit und Spielort: 8. Januar 2016, 17:36 Uhr (UTC-5), Estadio Rommel Fernández/Ciudad de Panamá

*ursprüngliche Wertung: 0:1 Milien (86., Rechtsschuss, Thurière)

Panamas Spieler bejubeln das frühe 1:0 von Gabriel Gómez.

Panama – Kuba 4:0

Deutlich klarer qualifizierte sich Panama. Gegen die junge kubanische Mannschaft, die beim Gold Cup trotz 1:14 Toren das Viertelfinale erreicht hatte, ließen die „Canaleros“ nichts anbrennen. Bereits in der vierten Minute flanke Pimentel an den zweiten Pfosten, wo Gabriel Gómez alleingelassen zur Führung einköpfen durfte. Die Hausherren blieben klar dominant und erhöhten vom Punkt. Piedra hatte Blas Pérez klar im Strafraum per Grätsche gefällt, Tejada verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (18.). Pimentel hatte in der 34. Minute das 3:0 auf dem Kopf, traf aber nur die Unterseite der Latte. Probleme entstanden deswegen aber nicht, vielmehr folgte der dritte Treffer sieben Minute nach der Pause. Tejada bediente rechts im Strafraum Cooper, der hoch ins lange Eck traf (52.). Da die Gäste auch weiterhin gegen aggressive „Canaleros“ nicht ins Spiel kamen war der Sieg damit sicher. In der 88. Minute übersprang Blas Peréz Torwart Sandy Sánchez bei einer Henríquez-Flanke und markierte den 4:0-Endstand. Auch in der Höhe war der Erfolg der Zentralamerikaner verdient, Chancen auf mehr Tore waren durchaus vorhanden. Torwart Penedo dagegen wurde kaum einmal gefordert.

Tore: 1:0 G. Gómez (4., Kopfball, Pimentel), 2:0 Tejada (18., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Piedra an B. Pérez), 3:0 Cooper (52., Rechtsschuss, Tejada), 4:0 B. Pérez (88., Kopfball, L. Henríquez)

Aufstellung (Panama): Penedo – L. Henríquez, Cummings, Machado, Davis – Godoy, G. Gómez – Pimentel, Quintero – B. Pérez, Tejada

Aufstellung (Kuba): S. Sánchez – Urgellés, A. Martínez, Piedra, Francisco – Clavelo, Luis – Baquero, A. Gómez – A. Hernández, Reyes

Wechsel (Panama): 46. Cooper für Pimentel, 68. Arroyo für Tejada, 80. Bárcenas für Quintero

Wechsel (Kuba): 58. Cervantes für Urgellés, 69. Collado für A. Gómez, 76. Nápoles für Clavelo

Bank (Panama): Calderón (Tor), Miller, Paris, Buitrago, A. Henríquez, G. Torres

Bank (Kuba): Guerra (Tor), Pozo (Tor), Dranguet, Y. López, Martell, Portal, Puga, Zuaznabar

Gelbe Karten: Pimentel (45., Foulspiel), Cooper (88., Foulspiel) – Clavelo (50., Foulspiel), Luis (70., Foulspiel), Piedra (75., Foulspiel)

Schiedsrichter: Fernando Guerrero (Mexiko) – Marcos Quintero (Mexiko), José Luis Camargo (Mexiko) – José Alfredo Peñaloza (Mexiko)

Anstoßzeit und Spielort: 8. Januar 2016, 20:36 Uhr (UTC-5), Estadio Rommel Fernández/Ciudad de Panamá

Für das Turnier in Juni sind die USA, Brasilien, Mexiko und Argentinien als die vier Gruppenköpfe gesetzt. Die Auslosung der restlichen Teams und der genauen Spielpaarungen ist für Februar geplant.

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Kommentare
  1. […] hatte sich in den Play-Offs überraschend gegen das favorisierte Trinidad & Tobago durchgesetzt (1:0). Star im Team des Karibikstaates ist Keeper Placide, der in Reims das Tor hütet. Seine Kollegen […]

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  2. […] hatte sich im zweiten Play-Off klar mit 4:0 gegen Kuba durchgesetzt. Die erste Copa-Teilnahme überhaupt war Balsam für die Seele der arg leidgeprüften […]

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