Ibrahimović zaubert Schweden nach Frankreich

Veröffentlicht: 16. Januar 2016 in EURO Qualifiers 2016, UEFA
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Einmal mehr konnte sich Schweden im Rückspiel in Dänemark auf Superstart Zlatan Ibrahimović verlassen. Der Kapitän markierte beim 2:2 beide Treffer. Dabei waren es die Dänen, die mit viel Druck ins Spiel starteten, ein paar frühe Gelegenheiten ausließen und nach einer Ecke hart bestraft wurden. Danach waren die Gäste besser im Spiel, standen defensiv sicher und hatten Ibrahimović, der eine Viertelstunde vor Ende mit dem 0:2 die Partie entschied. Zwar startete die Olsen-Bande noch eine Aufholjagd, mehr als Ergebniskosmetik waren die beiden Tore zum 2:2-Endstand aber nicht.

Alles auf Ibra: Zlatan Ibrahimović war wieder einmal Schwedens Mann des Tages.

Morten Olsen stand im Falle einer Niederlage vor seinem letzten Spiel als dänischer Nationaltrainer. Im Vergleich zum 1:2 im Hinspiel mussten Kahlenberg, Kvist, Braithwaite und Fischer weichen, für sie durften Højbjerg, Delaney, Jørgensen und Yussuf Poulsen beginnen. Sein Kollege Erik Hamrén hatte im Hinspiel Innenverteidiger Antonsson durch eine Verletzung verloren, wie schon in Solna wurde er von Johansson ersetzt. Außerdem erhielten Bengtsson und Sebastian Larsson den Vorzug vor Martin Olsson und Durmaz.

Mit dem Wissen, dass ein 1:0-Erfolg für das EM-Ticket genügen wurde, starteten die Dänen forsch und voller Tempo. Leipzigs Poulsen sorgten gleich zweimal für Gefahr (6., 14.), wesentlich knapper wurde es in Spielminute 8. Wieder war der Zweitligaspieler mittendrin im Geschehen: Eine Eriksen-Ecke verlängerte er auf das linke Eck, wo Källström den Ball an die Latte lenkte. Aggers Nachschuss wurde geblockt, dann feuerte Delaney drüber. Es hätte die Führung sein müssen.

Die Blågult hatte bis dato noch nichts gezeigt und lag nach knapp zwanzig Minuten auf einmal in Front. Bei einer Ecke von Källström vergaß die Defensive der Hausherren ausgerechnet Ibrahimovic. Der Superstar schlich im Rücken der Gegenspieler heran und verwandelte aus sieben Metern per Direktschuss ins linke Eck (19.). Ein Treffer mit Wirkung für die Dänen, die für den ersten Lapsus sofort hart bestraft wurden.

Dänemark um Nicklas Bendtner mühte sich redlich, wurde aber früh kalt erwischt und fand später nur wenig Durchschlagskraft.

Die Gäste hatten nun klares Oberwasser. Schmeichel musste gegen den von Källström perfekt bedienten Ibrahimović einen höheren Rückstand verhindern (27.). Der PSG-Legionär blieb auch in der Folge eine ständige Gefahr für die Hintermannschaft der Rot-Weißen: Ein Kopfball landete bei Schmeichel (36.), dann brachte eine Hereingabe des 34-jährigen Agger in Bedrängnis, der vor Berg retten musste und das Leder auf das eigene Tornetz bugsierte (39.). Von den Hausherren war dagegen wenig zu sehen. Eriksens Freistoß-Aufsetzer bereitete Isaksson nur leichte Schwierigkeiten (30.), Bendtner vermasselte eine gute Kopfballgelegenheit (43.). Dann war schon Pause.

In Halbzeit Zwei drängten die Dänen auf den Ausgleich, doch es fehlten Tempo und Kreativität gegen Schwedens etablierte Defensive. So waren die wenigen Chancen Zufallsprodukte. Johansson gefährdete das eigene Tor bei einer Jørgensen-Hereingabe (52.), dann landete der Ball über Umwege bei Eriksen, doch auch ihm war kein Glück beschieden. Larsson fälschte den Schuss des Regisseurs an die Brust von Isaksson ab (72.).

Den endgültigen Knock-out versetzte den zahlreichen Zuschauern im Telia Parken dann Ibrahimović. Nach Foul von Agger an Forsberg trat der Superstar aus 20 Metern Entfernung an und zirkelte das Leder herrlich in die rechte Ecke – Schmeichel war machtlos (76.). Im Schock des Gegentores hätte „Ibra“ fast auf identische Weise ein drittes Tor nachgelegt (78.), auch Berg hatte das 0:3 auf dem Fuß (80.).

Jannik Vestergaard köpft das 2:2. Für Dänemark kamen die Tore aber zu spät.

„Danish Dynamite“ war geschlagen, stellte das Spielen aber nicht ein. Yussuf Poulsen verwertete eine exzellente Durmisi-Flanke dank großer Sprungkraft mit einem starken Kopfball ins lange Eck zum 1:2-Anschlusstreffer (81.). In der Nachspielzeit schlug auch noch Joker Vestergaard zu, der Innenverteidiger glich nach einer Eriksen-Ecke ebenfalls per schulbuchartigen Kopfball aus (90.+1). Højbjerg bot sich gar noch die Gelegenheit zum 3:2, doch der Mittelfeldmann verzog knapp (90.+2). Den Schweden war es am Ende egal, als letztes Team sicherten sich die Blau-Gelben das Ticket nach Frankreich.

Statistik:

Tore: 0:1 Ibrahimović (19., Rechtsschuss, Källström), 0:2 Ibrahimović (76., direkter Freistoß, Rechtsschuss), 1:2 Y. Poulsen (81., Kopfball, Durmisi), 2:2 Vestergaard (90.+1, Kopfball, Eriksen)

Aufstellung (Dänemark): Schmeichel – Jacobsen, Kjær, Agger, Durmisi – Højbjerg, Delaney – Eriksen – Y. Poulsen, Bendtner, Jørgensen

Aufstellung (Schweden): Isaksson – Lustig, Johansson, Granqvist, Bengtsson – Lewicki, Källström – S. Larsson, Forsberg – Berg, Ibrahimović

Wechsel (Dänemark): 46. Krohn-Dehli für Delaney, 60. Rasmussen für Bendtner, 84. Vestergaard für Durmisi

Wechsel (Schweden): 69. Svensson für Källström, 81. Hiljemark für S. Larsson, 86. M. Olsson für Bengtsson

Bank (Dänemark): Andersen (Tor), Lössl (Tor), Christensen, S. Poulsen, Wass, Falk, Kvist, J. Poulsen, Braithwaite

Bank (Schweden): Carlgren (Tor), Olsen (Tor), Helander, Milošević, Durmaz, Erkan Zengin, Guidetti, Kujović, Toivonen

Gelbe Karten: Durmisi (51., Foulspiel), Y. Poulsen (58, Meckern), Højbjerg (78., Meckern) – Bengtsson (10., Foulspiel), S. Larsson (70., Foul)

Schiedsrichter: Martin Atkinson (England) – Michael Mullarkey (England), Stephen Child (England) – John Brooks (England) – Anthony Taylor (England), Andre Marriner (England)

Anstoßzeit und Spielort: 17.11.2015, 20:45 Uhr (CET), Telia Parken/København

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