Smólov sichert Russland den Auftaktsieg

Veröffentlicht: 17. Juni 2017 in FIFA Confederations Cup 2017, OFC, UEFA
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Gastgeber Russland hat durch einen verdienten 2:0-Erfolg über Neuseeland einen erfolgreichen Start in den Confederations Cup gefeiert. Die „Sbórnaja“ dominierte dabei das Geschehen auf dem Rasen, brauchte für das Führungstor aber gleich doppelt Hilfe vom Gegner. Im zweiten Durchgang stand den Russen dann zuerst Kiwi-Keeper Marinović im Weg, ehe Smólov mit dem 2:0 die Partie entschied.

Drin, irgendwie: Denís Glušakóv bejubelt das 1:0, auch wenn der Treffer am Ende als Eigentor gewertet wurde.

Zum Turnierstart setzten sowohl Russlands Coach Stanisláv Čerčésov als auch sein Gegenüber Anthony Hudson auf ein 5-3-2-System, wobei beim Gastgeber die Außenbahnspieler Samédov und Žirkóv deutlich offensiver auftraten.

Gegen den Ozeanienmeister musste für den Ausrichter angesichts der namhaften Konkurrenz in Gruppe A ein Sieg her, um die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen. Der Start der Russen war auch vielversprechend. Bei einem ersten Distanzversuch von Golovín wirkte Unterhachings Torwart Marinović ziemlich unsicher (3.).

Insbesondere über die rechte Außenbahn und den flinken Samédov kamen die Osteuropäer gefährlich in den Strafraum. Der 32-jährige war dabei auch für die Standards zuständig. In der siebten Minute war Vásin nach seiner Ecke per Flugkopfball zur Stelle, hatte aber Pech, dass das Spielgerät am linken Innenpfosten landete, ehe McGlinchey die Situation bereinigte.

Die frühe Führung lag in der Luft. Erneut Samédov fand diesmal per Flanke Póloz am linken Eck des Fünfmeterraums, dieses Mal war es Smith, der den Ball kurz vor der Torlinie wegschlug (9.). Sechs Minuten später stand das Schiedsrichterteam um den Kolumbianer Wilmar Roldán im Mittelpunkt: Ein hoher Ball von Kudrjašóv kam bis zu Póloz durch, der im eins gegen eins mit Marinović zu Fall kam. Ein Kontakt war da, Elfmeter gab es aber nicht (15.).

Knifflig: Das Schiedsrichterteam entschied sich bei dieser Szene zwischen Marinović und Póloz gegen einen Elfmeterpfiff.

Die „All Whites“ zeigten ihrerseits offensiv kaum Durchschlagskraft, sodass für eine erste Torannäherung ein Standard benötigt wurde. Marinović brachte den Ball in den Strafraum, wo Sturmtank Wood per Kopf verlängerte. Smith konnte den Ball aber nicht wirklich auf das Tor bringen (12.).

Nach dieser ereignisreichen Anfangsviertelstunde beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen zunehmend, auch weil Neuseeland besser in die Partie fand. Erst in der 26. Minute tat sich wieder was von den Toren, Marinović lenkte einen Džikíja-Distanzschuss zur Ecke.

Angesichts des klaren spielerischen Übergewichts war die Führung für Russland verdient, bei der Entstehung musste aber gleich zweimal der Gegner helfen. Colvey leistete sich tief in der eigenen Hälfte einen schweren Fehlpass. Über Samédov und Póloz gelangte das Spielgerät im Direktspiel zum durchgestarteten Glušakóv, der Marinović gekonnt überchippte. Der Ball landete am Pfosten und in dem anschließenden Nachsetzten im Fünfmeterraum zwischen Smith, Boxall und Glušakóv war es schließlich, Boxall, der das runde Leder wohl mit dem Oberarm über die Linie drückte (31.). Den Russen war dies freilich gleichgültig.

Veteran Júrij Žirkóv bekommt es hier mit Kip Colvey zu tun.

Bis zur Pause hatte der Gastgeber nun deutlich Oberwasser, abgesehen von einem flachen Schlenzer von Póloz, dem es deutlich an Zielwasser fehlte (39.), kam aber nichts dabei heraus. Der Pausenstand war damit vollauf gerechtfertigt.

Auch die zweiten 45 Minuten begannen schwungvoll und mit exzellenten russischen Chancen. Während bei den Kiwis Thomas im Mittelfeld liegen blieb, griff die Sbórnaja über die rechte Außenbahn an. Samédovs Maßflanke brachte Smólov per Kopf auf das Tor, doch Marinović zeigte eine herausragende Parade, die er Sekunden später gegen den nachsetzenden Eróchin wiederholte und so eine frühe Vorentscheidung verhinderte (48.).

Keine fünf Zeigerumdrehungen später war der Unterhachinger erneut gefordert. Golovín hatte bei einem Konter links Póloz mitgenommen, dessen flachen Abschluss auf das lange Eck parierte Marinović, ehe Smith vor dem einschussbereiten Smólov klärte (53.).

Aktivposten: Aleksándr Samédov verpasst hier per Freistoß einen eigenen Torerfolg.

Eigene Offensivbemühungen gab es von den „All Whites“ nach der Pause nicht wirklich, zu schnell und zu leicht gingen dafür im Aufbauspiel die Bälle verloren. Russland glänzte nicht, hatte das Geschehen aber vollkommen im Griff. Ein Freistoß von Samédov streifte in der 62. Minute das Tornetz.

Das überfällige 2:0 war dann Fëdor Smólov vorbehalten. Der Stürmer leitete sein Tor durch einen Pass auf Samédov selbst ein. Die folgende Hereingabe von der rechten Seite konnte Boxall nicht klären, sodass 27-jährige ohne Probleme aus kurzer Distanz einschieben durfte (69.).

Die Čerčésov-Schützlinge schalteten nun ein paar Gänge zurück und ließen die Partie ausklingen. Dies hätte sich beinahe noch gerächt, denn innerhalb kürzester Zeit verbuchte Neuseeland zwei gute Chancen. Erst musste der ansonsten beschäftigungslose Akinféev bei einem Fernschuss von Thomas sein Können unter Beweis stellen (77.), bei der folgenden Ecke von McGlinchey kam Smith zum Kopfball – Žirkóv klärte auf der Linie (78.).

Eingeschoben: Fëdor Smólov erzielt in Minute 69 das 2:0.

Die Warnung verfehlte aber ihre Wirkung nicht, denn in den Schlussminuten erhöhten Smólov und Co. noch einmal die Schlagzahl. Joker Buchárov kam bei einer Hereingabe des Torschützen einen Schritt zu spät (85.), Póloz selbst platzierte seinen Abschluss auf Marinović (89.). Neuseelands Schlussmann durfte sich in der Nachspielzeit noch ein letztes Mal auszeichnen und war aus kurzer Distanz gegen Buchárov zur Stelle. Die Szene war aber ohnehin wegen eines Handspiels des Stürmers abgepfiffen worden (90.+3).

Der Start ins Turnier ist dem Gastgeber damit geglückt, im zweiten Gruppenspiel gegen Portugal am Mittwoch (17 Uhr deutscher Zeit) wird dennoch eine Leistungssteigerung nötig sein. Das gilt auch für Neuseeland, das um 20 Uhr auf Mexiko trifft.

Statistik:

Tore: 1:0 Boxall (31., Eigentor, rechter Oberarm, Glušakóv), 2:0 Smólov (69., Rechtsschuss, Samédov)

Aufstellung (Russland): Akinféev – Džikíja, Vásin, Kudrjašóv – Samédov, Žirkóv – Eróchin, Glušakóv, Golovín – Smólov, Póloz

Aufstellung (Neuseeland): Marinović – Colvey, Boxall, Durante, Smith, Wynne – Barbarouses, McGlinchey, Thomas – Rojas, Wood

Wechsel (Russland): 64. Buchárov für Póloz, 77. Tarásov für Eróchin, 90. Mirančúk für Smólov

Wechsel (Neuseeland): 61. Tuiloma für Barbarouses, 71. Smeltz für Rojas, 83. Patterson für Colvey

Bank (Russland): Gabúlov (Tor), Guilherme (Tor), Kombárov, Kutépov, Šíškin, Smól’nikov, Gazínskij, Kambólov, Kanúnnikov

Bank (Neuseeland): Moss (Tor), Williams (Tor), Brotherton, Doyle, Ingham, Roux, Tzimopoulos, Lewis, Rufer

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichter: Wilmar Roldán (Kolumbien) – Alexander Guzmán (Kolumbien), Cristian de la Cruz (Kolumbien) – Mark Geiger (USA) – Sandro Ricci (Brasilien), Joe Fletcher (Kanada); Enrique Cáceres (Paraguay)

Anstoßzeit und Spielort: 17. Juni 2017/18:00 Uhr (UTC+3), Sankt-Peterbúrg Aréna/Sankt-Peterbúrg

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